Arbeiten nach siebeneinhalb Monaten Unterbrechung

Skylink-Baustopp aufgehoben

Am Flughafen Wien sind am Montag nach siebeneinhalb Monaten "Zwangspause" die Bautätigkeiten am umstrittenen Terminal "Skylink" wieder aufgenommen worden. Wegen drastischer Baukostenüberschreitungen war die Terminalerweiterung mit 30. Juni gestoppt worden. Das Projekt Skylink sei damit wieder auf Kurs, sagte Flughafen-Vorstand Ernest Gabmann am Montag.

Vorerst geht es laut Gabmann um Mängelbehebung und Vorbereitungsarbeiten auf der Baustelle, ehe technische Arbeiten anstünden. Die volle Bautätigkeit solle noch im ersten Halbjahr 2010 starten. Laut Gabmann ist die gerichtliche Beweissicherung u.a. zur Mängelfeststellung vergangene Woche abgeschlossen worden. Der Vorstandsdirektor bestätigte am Montag auch, dass die örtliche Bauaufsicht neu vergeben worden sei.

"Wieder auf Kurs" sieht Gabmann das Projekt u.a. deshalb, weil die wichtigsten ausstehenden Bauleistungen neu verhandelt worden seien. Und das "mit deutlichem wirtschaftlichen Vorteil für den Flughafen Wien". Klar sei, dass die Kosten von 830 Mio. Euro nicht überschritten werden dürften. Darin enthalten seien Reserven für Unvorhergesehenes, eine Risikovorsorge und die Kosten für einen eventuellen Totalübernehmer. Das diesbezügliche Vergabeverfahren sei eingeleitet und soll bis zum dritten Quartal 2010 abgeschlossen sein.

Der mit 30. Juni 2009 erfolgte Skylink-Baustopp sei "richtig und notwendig" gewesen, bekräftigte Gabmann am Montag. Dieser Schritt sei die Voraussetzung für neue und kostengünstigere Verträge sowie den Neustart der Ausführungsplanung gewesen. Die Skylink-Inbetriebnahme bleibe für das erste Halbjahr 2012 vorgesehen.

Zum wiederholt kolportierten vorzeitigen Abgang von Vorstandssprecher Herbert Kaufmann sagte Gabmann nur so viel: Es handle sich um Gerüchte, die er "nicht kommentieren" werde. Am Mittwoch tagt der Aufsichtsrat der Flughafen Wien AG.