US-Notenbank Fed will mit Bilanzumschichtung Konjunktur antreiben

Die US-Notenbank greift zur Unterstützung der lahmenden Konjunktur einmal mehr in die Trickkiste. Sie werde bis Mitte kommenden Jahres 400 Milliarden Dollar (293 Mrd. Euro) in die Hand nehmen, um lang laufende Anleihen zu erwerben, teilte die Federal Reserve am Mittwoch in Washington mit.

Parallel sollen aus den Beständen der Fed kurz laufende Treasuries mit Laufzeiten unter drei Jahren verkauft werden. Fed-Chef Ben Bernanke will mit dem an die so genannte "Operation Twist" der Fed 1961 angelehnten Schritt die langfristigen Zinsen senken. Dadurch werden - so das Kalkül - Kredite tendenziell billiger. Dies soll Wirtschaft und Verbrauchern helfen. Angesichts der schwachen Konjunktur hat die US-Notenbank heute ein erneutes geldpolitisches Manöver angekündigt. Konkret sollen langlaufende Staatsanleihen erworben werden. Zur Finanzierung der Ankäufe sollen kürzerlaufende Titel abgestoßen werden. Anders als bei der zweimaligen "Quantitativen Lockerung" (Quantitative Easing) im vergangenen Jahr pumpt die Institution bei der Umschichtung kein neues Geld in das System.

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