Walt Disney verdiente weniger trotz Umsatzanstieg

Der US-Unterhaltungskonzern Walt Disney hat im ersten Geschäftsquartal bis Ende Dezember weniger verdient. Der Überschuss sei binnen Jahresfrist um sechs Prozent auf 1,38 Mrd. Dollar (1,02 Mrd. Euro) gefallen, teilte das Unternehmen mit. Je Aktie sei das Ergebnis um vier Prozent auf 77 Cent gesunken. Hingegen stieg der Umsatz der Firma um fünf Prozent auf 11,3 Mrd. Dollar (8,3 Mrd. Euro).

Konzernchef Robert Iger sprach am Dienstag am Sitz im kalifornischen Burbank von einem "soliden Start" ins neue Geschäftsjahr. Grund für den Gewinneinbruch waren ein teurer Rechtsstreit, fehlende Erfolge an der Kinokasse, sowie höhere Kosten beim Sportfernsehsender ESPN.

Vor einem Jahr hatte Disney die Zuschauer mit der 3D-Version von "König der Löwen" sowie mit den "Muppets" gelockt. In diesem Quartal steckte der Konzern zunächst einmal viel Geld in die Vermarktung des Historien-Streifens "Lincoln". Auch die Verkäufe von Filmen auf DVD und Blu-ray schwächelten.

Dafür verdiente Disney mit seiner Internet- und Spielesparte Interactive erstmals Geld. Zuvor hatte das Geschäftsfeld unter anderem wegen teuren Zukäufen bei Online-Spielen in den Miesen gestanden. Auch die Fanartikeln mit den Konterfeis der Disney-Helden waren begehrt.

Anleger waren zufrieden mit dem Abschneiden von Disney. Der Konzern übertraf die Erwartungen. Die Aktie stieg nachbörslich um drei Prozent.

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