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SO viele Mädchen sind weltweit von Zwangsheirat bedroht

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Weltweit sind 110 Millionen Mädchen von Zwangsheirat bedroht, so ein am Mittwoch veröffentlichter Bericht der christlichen Hilfsorganisation World Vision mit Analysen zu 40 Ländern des globalen Südens.

Besonders stark betroffen, mit einer durchschnittlichen Kinderheiratsrate von 41 Prozent, sei demnach Westafrika. Die Corona-Pandemie und momentane Wirtschaftskrisen drohten zusätzlich zehn Millionen in die Zwangsheirat zu drängen.

Mädchen mit geringen wirtschaftlichen Aufstiegschancen seien besonders stark von Zwangsheiraten betroffen. Wirtschaftskrisen würden deshalb zu mehr Zwangsheiraten führen, so die Kinderrechtsexpertin von World Vision, Dana Buzducea, in einer Aussendung: "Jedes Jahr werden etwa zwölf Millionen Mädchen verheiratet, bevor sie das 18. Lebensjahr erreichen." Besonders im Niger (76 Prozent), Tschad (61 Prozent) und der Zentralafrikanischen Republik (61 Prozent) herrschten hohe Raten an Zwangsverheiratungen vor. Doch gebe es teilweise signifikante regionale Unterschiede. In Ruanda wurde laut World Vision durch eine strikte Regierungspolitik gegen Kinderheiraten vorgegangen und die Rate der Zwangsverheiratungen auf sieben Prozent gesenkt, während in Mosambik die Kinderheiratsrate bei 53 Prozent liegt.

Positive Entwicklungen bei wirtschaftlichen Aufstiegschancen für Mädchen seien in Südamerika, darunter Peru, Bolivien und die Dominikanische Republik, Südafrika und Vietnam zu verzeichnen. Die höhere Qualität von Gesundheit und Bildung und gewährte politischen Rechte in diesen Ländern verbesserten hier die Entwicklungsmöglichkeiten für Frauen, so World Vision.

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