3.102 Kontrollen: Party-Razzia im ganzen Land

Aktion scharf

3.102 Kontrollen: Party-Razzia im ganzen Land

Großeinsatz der Polizei gegen Corona-Sünder: 3.102 Lokale in ganz Österreich wurden kontrolliert.

Wien. Innenminister Karl Nehammer hatte bereits vor dem Wochenende eine Null-Toleranz-Linie angekündigt. Dennoch bot sich in vielen Clubs, Bars und Lokalen in Wien dieses Bild: Oft Überschreitung der vorgeschriebenen Personenanzahl, kein Mund-Nasen-Schutz, Gedränge auf Tanzflächen, Konsumation von Getränken an der Bar, Partys ohne Ende. Viele Gäste gaben sich uneinsichtig, teilweise sogar aggressiv, zeigten überhaupt kein Verständnis.

In der Nacht zum Samstag wurden landesweit 2.000 Kontrollen durchgeführt. In zwei Discos in Wien-Favoriten war es besonders krass: 400 Personen auf der Tanzfläche – mehr als 100 zu viel. Im zweiten Lokal tanzten 300 Personen dicht an dicht.

Großeinsatz. In der Nacht zum Sonntag waren es landesweit sogar 3.102 Razzien! Auffallend ist: Es gibt ein deutliches Stadt-Land-Gefälle. Wien ist der absolute Corona-Partyhotspot. Samstagnacht wurden in der Bundeshauptstadt 215 Gas­tronomiebetriebe kontrolliert, mehrere Anzeigen gab es unter anderem im kju in den Stadtbahnbögen, im Dionis in Ottakring und im Real White Rabbit. Ein Wirt bedankte sich sogar für die Kontrollen: „Die Polizisten klärten auf, die Razzia lief sehr professionell ab“, sagt er.

Innenminister: »Die ­Kontrollen gehen weiter«

Bundesländer. Die meisten Anzeigen nach dem Corona-Gesetz verzeichnete Wien (215 Kontrollen): 62 Personen angezeigt.

  • Die „bravsten“ Bundes­länder waren in der Nacht zum Sonntag das Burgenland (206 Kontrollen) und Vorarlberg (65 Kontrollen) – keine Anzeige.
  • In Kärnten (109 Razzien), der Steiermark (205) gab es jeweils eine Anzeige, in Salzburg (422 Kontrollen) waren es zwei, in Tirol (139) vier.
  • NÖ (1.072 Razzien) und OÖ (671) hatten jeweils 10 Anzeigen. Die Aktion scharf geht weiter: „Wer sich nicht an die Vorgaben hält, muss mit Konsequenzen rechnen. Jeder hat es in der Hand, zur Verringerung der Zahlen beizutragen“, so Innenminister Nehammer.

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