Fotos zeigen "Geisterstimmung" am Flughafen Wien

Weltweite Reisewarnung

Fotos zeigen "Geisterstimmung" am Flughafen Wien

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Immer mehr Länder verschärfen Grenzkontrollen - Außenministerium gibt weltweite Reisewarnung aus.

Wien. In normalen Zeiten ist der Flughafen ein Ort der Begegnung und der Freude, doch momentan erreichen triste Bilder die Redaktion. Aktuelle Fotos zeigen, wie wenige Fluggäste sich gerade am Vienna Airport befinden. Nur ganz wenige Passagiere befinden sich in der sonst so lebhaften Eingangshalle.

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© Viyana Manset Haber
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Flughafen Wien bereitet sich auf 70 Prozent Passagierrückgang vor

Der Flughafen Wien hat in den ersten Märztagen einen Rückgang von 30 Prozent bei den Passagieren verbucht und von einer weiter fallenden Tendenz gesprochen. Inzwischen bereitet man sich in Wien-Schwechat auf ein Szenario mit 70 Prozent weniger Passagieren vor, bestätigte ein Sprecher auf APA-Anfrage.
 
"Die aktuellen Entwicklungen in der Luftfahrt und die starke Streichung von Flugverbindungen führt in der Folge zu einer rasch weiter fortschreitenden Passagierverringerung in Richtung dieses Szenarios", so der Sprecher.
 
Davor hatte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) in einer Pressekonferenz davon gesprochen, dass der Flughafen seinen Betrieb in Wien um 70 Prozent reduziert habe. Zugleich versicherte Nehammer, dass der Flughafen den Betrieb jedenfalls so weit aufrechterhalten werde, dass Österreicherinnen und Österreicher, die aus dem Ausland nach Österreich wollen, weil sie sich dort nicht sicher fühlen, heimkommen können.
 
Die größten Airlines am Flughafen Wien sind die Lufthansa-Tochter AUA und die Ryanair-Tochter Laudamotion. Sie haben vor einigen Tagen ihre Kapazitäten bereits um 50 bzw. 30 Prozent gesenkt, inzwischen mussten aber weitere Destinationen gestrichen werden, bei der AUA etwa der Großteil des USA-Geschäfts.
 
Der Flughafen Wien wird auch durch die Sperrung des Tochterunternehmens Flughafen Kosice in der Slowakei getroffen und hat heute alle 6.800 Mitarbeiter zur Kurzarbeit angemeldet und eine Gewinnwarnung abgegeben. Eine Prognose für 2020 sei derzeit nicht möglich.

Auch U-Bahnen leer

Wie das Foto des Radio-Austria-Redakteurs Johannes Marksteiner auf Instagram zeigt, war auch die Wiener U-Bahnstation Volkstheater, am Donnerstagmittag leer. Zu dieser Zeit herrscht hier allerdings großer Betrieb und Fahrgast-Andrang. 
 
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© Johannes Marksteiner
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Reisewarnung: "Hohes Sicherheitsrisiko" weltweit

Österreich hat seine Reisewarnungen drastisch erhöht: "Alle Länder weltweit werden auf 'Hohes Sicherheitsrisiko' (Sicherheitsstufe 4 von 6) gesetzt", teilte Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) am Donnerstagabend mit. "Das ist ein außergewöhnlicher aber notwendiger Schritt, den wir heute Abend gesetzt haben."
 
Die Unvorhersehbarkeit der Ausbreitung des Virus erfordere "eine besondere Wachsamkeit der Österreicherinnen und Österreicher. Wir raten daher dringend von allen nicht unbedingt notwendigen Reisen ab und rufen dazu auf, nach Österreich zurückzukehren, solange noch Rückreisemöglichkeiten bestehen", sagte der Minister weiter. Ausgenommen von der Maßnahme seien jene Länder, die bereits zuvor auf Stufe 5 oder 6 gereiht waren.
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