Ab Montag auch keine Maskenpflicht mehr in der Klasse

Corona-Lockerungen

Ab Montag auch keine Maskenpflicht mehr in der Klasse

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In der am Freitag veröffentlichten Verordnung wird die Maskenpflicht an den Schulen weiter gelockert: Mund-Nasen-Schutz bzw. FFP2-Maske müssen nur noch außerhalb der eigenen Klasse getragen werden.

Wien. Der Montag bringt nicht nur - wie von Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) bereits angekündigt - geänderte Vorgaben für Klassenschließungen bei mehreren Infektionsfällen und die Rückkehr der Präsenzpflicht. In der am Freitag veröffentlichten Verordnung wird auch die Maskenpflicht an den Schulen weiter gelockert: Mund-Nasen-Schutz bzw. FFP2-Maske (in der Oberstufe) müssen dann nur noch außerhalb der eigenen Klasse bzw. Gruppenräume getragen werden.

Testregime bleibt bestehen

Bis vor zwei Wochen galt an den Schulen angesichts der hohen Infektionszahlen eine durchgängige Maskenpflicht. Seit 14. Februar müssen Volksschüler die Maske nur noch abseits ihres Sitzplatzes tragen, seit dieser Woche gilt diese Vorgabe an allen Schulen. Mit nächster Woche wird hier nun weiter gelockert. Das Testregime - drei Tests pro Woche, davon zwei aussagekräftigere PCR - bleibt.

Lehrer, aber auch nun wieder zugelassene externe Personen (Trainer von Sportvereinen, Lese-Omas) müssen während des Aufenthalts im Schulgebäude grundsätzlich durchgängig eine FFP2-Maske tragen, zusätzlich gilt die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet). Ab 5. März gilt dann auch für geimpfte und genesene Lehrer und andere Personen nur noch in allgemeinen Teilen des Schulgebäudes eine Maskenpflicht.

Präsenzpflicht im Unterricht

Gleichzeitig wird das Fernbleiben vom Unterricht erschwert, ab Montag gilt wieder die seit Ende November ausgesetzte Präsenzpflicht an den Schulen. Zuletzt reichte eine Entschuldigung der Eltern, wenn Schüler aus "mit der COVID-19-Pandemie in Zusammenhang stehenden Gründen" nicht am Unterricht teilnehmen wollten oder konnten. Nun müssen Schüler, die etwa selbst einer Risikogruppe angehören oder mit jemandem aus der Risikogruppe den Haushalt teilen, für das Fernbleiben wieder ein ärztliches Attest vorlegen.

Änderungen gibt es auch punkto Klassenschließungen: Ab Montag fällt die Regel, dass bei einem Infektionsfall in der Klasse normal (ohne das infizierte Kind) weiter unterrichtet und ab dem zweiten Coronafall innerhalb von drei Tagen Distance Learning (für fünf Tage) angeordnet wird. Die Entscheidung über das weitere Vorgehen liegt dann wieder nur noch der jeweiligen Gesundheitsbehörde des Bundeslands.

Risikostufen werden gestrichen

Und auch bei der Risikobewertung sieht die Verordnung Änderungen vor: Die von der Corona-Kommission bisher wöchentlich festgelegten Risikostufen für den Schulbetrieb, die in Abhängigkeit vom Infektionsgeschehen und Auslastung der Intensivstationen bestimmte Sicherheitsmaßnahmen vorgesehen haben, werden gestrichen. Diese seien in der aktuellen Phase der Pandemie kein taugliches Mittel mehr, wird im Bildungsministerium gegenüber der APA begründet.

Die Corona-Kommission werde das Ministerium aber sehr wohl weiterhin bei den "einzelnen Schritten zurück zur Normalität in den Schulen" beraten, allerdings anlassbezogen und nicht durch eine fixe wöchentliche Risikoeinstufung.

Aktuell 687 Klassen geschlossen

Aktuell sind in Österreich eine Schule und 687 Klassen wegen gehäufter Corona-Infektionsfälle geschlossen. Bei den zwei PCR-Tests des Bildungsministeriums wurden in dieser Woche 4.858 Fälle entdeckt. Die höchsten Zahlen gab es in Niederösterreich (1.676), gefolgt von Tirol (969), Salzburg (740), Kärnten (701), Vorarlberg (445) und dem Burgenland (327). In Oberösterreich und der Steiermark haben die Schülerinnen und Schüler diese Woche Semesterferien.

In Wien, wo mit "Alles gurgelt!" ein anderes Testsystem als in den übrigen Bundesländern im Einsatz ist, wurden in der aktuellen Woche 4.255 Schülerinnen und Schüler positiv getestet. Auch bei 353 Lehrerinnen und Lehrern bzw. anderen in der Schule tätigen Personen wurde eine Infektion festgestellt. Das teilte das Büro von Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr (NEOS) der APA mit.

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