Das sind Europas Hotspots
Angst vor 4. Welle: Hier explodieren die Corona-Zahlen
Die hochansteckende Coronavirus-Variante Delta breitet sich in Europa zunehmend aus und führt dazu, dass die Fallzahlen in einigen Ländern wieder rasant ansteigen. Die WHO warnt nun bereits vor einer neuen Welle, die ohne disziplinierte Gegenmaßnahmen unweigerlich drohe. Antreiber seien "Reisen, Zusammenkünften und Lockerungen der sozialen Beschränkungen", warnt die WHO.
Länder wie Spanien, Portugal und Großbritannien haben derzeit mit einer Zunahme der Neuinfektionen zu kämpfen. Absoluter Hotspot ist derzeit aber Zypern mit einer 7-Tages-Inzidenz von über 300.
Das sind die Corona-Hotspots
| Zypern | 309 |
| Großbritannien | 261 |
| Spanien | 158 |
| Portugal | 148 |
| Luxemburg | 128 |
| Russland | 109 |
| Belarus | 65 |
| Irland | 63 |
| Griechenland | 54 |
| Dänemark | 45 |
Die Entwicklung wird insbesondere auf die Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante zurückgeführt. In Österreich und Deutschland sind die Fallzahlen weiterhin tendenziell rückläufig. Sorgen bereitet jedoch in beiden Ländern die sogenannte Delta-Variante.
Unser Mallorca-Urlaub ist jetzt in Gefahr
Die Sieben-Tage-Inzidenz kletterte zuletzt auf 112,2. Die hohen Neuinfektionen sind Folge von Massenansteckungen spanischer Maturareisender. 200 Schüler waren zuletzt in einem Hotel in Quarantäne. Und jetzt kommen die britischen Urlauber. 270 Maschinen werden erwartet. Vor allem Magaluf, der Ballermann der Briten, erwacht derzeit zu neuem Leben. Großbritannien hat die Balearen auf die grüne Liste der Regionen gesetzt, die bei der Rückkehr in die Heimat keine Quarantänepflicht auslösen. Das Comeback der Briten könnte die Zahlen weiter ansteigen lassen und zur Ausbreitung der Delta-Variante führen.
Laut Mallorca-Zeitung sind die Zahlen auf den Balearen derzeit noch „überschaubar“. So gab es am Dienstag 315 registrierte Neuansteckungen: 221 davon auf Mallorca, 82 auf Menorca, neun auf Ibiza und lediglich drei auf Formentera. Allerdings wurden bloß 4.362 Tests in den vergangenen 24 Stunden durchgeführt.
Britischer Gesundheitsminister verteidigt geplante Corona-Lockerungen
Der britische Gesundheitsminister Sajid Javid hat die geplante Aufhebung aller Corona-Maßnahmen in England verteidigt. "Wir sind sehr zufrieden mit den verkündeten Entscheidungen", sagte Javid am Dienstag dem Sender Sky News. Er räumte ein, dass sich die Zahl der Neuinfektionen wegen der für 19. Juli angepeilten Lockerungen erhöhen werde. Aber der Einsatz von Impfstoffen habe die Verbindung von Infektionen und Krankenhauseinweisungen sowie Todesfällen geschwächt.
"Die Impfstoffe wirken, sie sind unser Schutzwall", sagte Javid. "Wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben." Javid betonte zudem, es sei an der Zeit, sich verstärkt um andere Gesundheitsprobleme zu kümmern. Millionen Menschen hätten sich während der Pandemie mit ihren Sorgen nicht an den Nationalen Gesundheitsdienst (NHS) gewandt. Dies müsse ebenfalls eine Priorität sein. "Es kann nicht nur immer um Corona gehen", sagte Javid.
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