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Große Verunsicherung

AstraZeneca: Tausende sagen ihren Impftermin ab

Immer mehr Menschen wollen nicht mit AstraZeneca geimpft werden und sagen ihren Termin lieber ab.

Der Corona-Impfstoff von AstraZeneca sorgt weiterhin für Schlagzeilen. Obwohl die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Impfstoff und sehr seltenen Thrombose-Fällen festgestellt hat, wird das Vakzin in Österreich weiterhin für alle Altersgruppen eingesetzt.

Mehr als ein Drittel sagte Termin ab

Die Verunsicherung in der Bevölkerung ist aber groß – Tausende sagen nun ihren Impftermin ab. Wie der steirische Impfkoordinator Michael Koren gegenüber Ö1 berichtet, wurden in der Steiermark in dieser Woche 1.700 von 5.000 Impfterminen mit AstraZeneca abgesagt – das sind 34 Prozent! 3.700 Personen (insgesamt sind  25.000 Impfungen mit AstraZeneca geplant) haben bereits von ihrer Impfung in der kommenden Woche abgemeldet.

Auch in Wien meldet man rund 10 Prozent Absagen. Die Stadt versichert aber, dass man andere Impfwillige kurzfristig kontaktiere, und alle verfügbaren Dosen verimpfe.

Den Impfstoff kann man sich in Österreich weiterhin nicht aussuchen. Wer seinen Impftermin nicht wahrnimmt, wird nach hinten gereiht und muss länger auf seine Impfung warten.

Diese Woche kompletter Lieferausfall bei AstraZeneca 

Einmal mehr gibt es Lieferschwierigkeiten mit dem AstraZeneca-Impfstoff. Diese Woche ist überhaupt kein Impfstoff des schwedisch-britischen Herstellers in Österreich eingetroffen. Die für die Kalenderwoche 14 (5. bis 11. April) angekündigten 5.090 Ampullen - das entspricht rund 50.900 Dosen - werden nun erst in der Kalenderwoche 15 (12. bis 18. April) erwartet. Überdies werden nur 26.400 Impfdosen geliefert - fast um die Hälfte weniger als versprochen.

Wie dazu Generalmajor Andreas Pernsteiner vom Verteidigungsministerium im Gespräch mit der APA erklärte, wäre an sich vorgesehen, dass AstraZeneca immer freitags die Lieferungen für die folgende Woche bestätigt. Am vergangenen Freitag habe man von AstraZeneca nichts gehört, erst am Dienstag (6. April) hätte sich der Hersteller offiziell gemeldet und seine Lieferangaben korrigiert. "Ähnliche Phänomene" gebe es bei anderen Impfstoffherstellern nicht, sagte Pernsteiner, der speziell auf Biontech/Pfizer verwies, wo Lieferzusagen stets verlässlich umgesetzt würden und Termine halten, was sich günstig auf die logistische Abwicklung und das Einhalten von Impfplänen auswirke.

AstraZeneca äußerte sich zu dieser Sache am Donnerstagabend mit einer schriftlichen "Klarstellung". Man befinde sich bezüglich Liefermengen und Lieferterminen im laufenden Austausch mit Vertretern der Europäischen Kommission. Man habe - wie üblich - am vergangenen Donnerstag Vertreter der Europäischen Kommission über die Lieferungen für die Kalenderwoche 14 (5. bis 11. April) informiert. "Die für diese Woche geplanten Dosen werden diese Woche verschickt und kommen je nach Destination möglicherweise erst am kommenden Montag an", hieß es in einer der APA übermittelten Stellungnahme. Die für die Kalenderwoche 15 (12. bis 18. April) geplanten Dosen würden "davon unberührt ebenfalls nächste Woche geliefert".

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