D-Day: Heute muss Lockdown wirken

Neuinfektionen noch zu hoch

D-Day: Heute muss Lockdown wirken

Heute müssen die Corona-Zahlen zurückgehen: Der harte Lockdown sollte wirken.

Wien. Kanzler, Minister aber auch die befassten Experten werden keine so gute Nacht hinter sich haben, denn heute geht es um die Wurst: Vor etwas mehr als 10 Tagen wurde der harte Lockdown in Kraft gesetzt. Heute ist der erste Tag, an dem die Ausgangsbeschränkungen wirklich wirken ­sollen. Dies hat auch der ­Virologe Norbert Nowotny in ÖSTERREICH angekündigt. Ein D-Day also, ein Tag der Entscheidung.

Wenn das wirklich passiert und die Zahlen über das Wochenende weiter sinken, will die Regierung bis Mittwoch entscheiden, wie die Öffnung konkret laufen wird (s. Story unten).

  • Zahlen sinken langsam. Tatsächlich sanken die Zahlen bisher langsam: Am Donnerstag gab es 5.526 Neuinfektionen, das sind zwar um knapp 1.500 weniger als vor einer Woche, aber immer noch sehr viele. In der Regierung hat man einen Zielwert von max. 2.000 angegeben, Virologe Nowotny meint, es wäre gut, überhaupt auf 1.000 Fälle am Tag herunterzukommen.
  • Ganz Österreich rot. Die Ampel-Kommission ließ in ihrer wöchentlichen ­Sitzung am Donnerstag das ganze Land auf Rot. Klar: Maßzahl ist die 7-Tage-Inzidenz – also die Zahl der Infizierten auf 100.000 Einwohner der letzten Woche. Und da liegt man bei einem Wert von durschnittlich 403. Um von Rot wegzukommen, wäre ­eigentlich ein Wert ­unter 50 notwendig.
  • R-Faktor. Immerhin: Es gibt Hoffnung. Der Replikationsfaktor (die Maßzahl, wie viele Menschen ein In­fizierter ansteckt) sank laut Ages auf 0,89 (11.11. bis 24.11). Doch damit man vom hohen Niveau schneller herunterkommt, wäre ein Wert von 0,8 und niedriger nötig.
  • Spitäler. Laut Ages waren gestern 3.867 Erkrankte auf Normal- und weitere 709 Patienten auf der Intensivstation. Das sind immer noch Spitzenwerte – aber auch ­diese Kurve flacht sich weiter ab...
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