Horror-Sturz überschattet Giro

Schock-Foto

Horror-Sturz überschattet Giro

Spitzenreiter erlitt bei Crash im Finish der Etappe eine Schulterblessur.

Schwerer Sturz im Finish der 6. Etappe beim Giro d'Italia! Rund 300 Meter vor dem Ziel kommts beim Sprint zu einem üblen Massensturz, bei dem es Nippo-Vini-Fantini-Fahrer Daniele Colli besonder böse erwischt! Der Italiener bricht sie den Arm, muss sofort ins Spital gebracht werden. Danach zeigte sich Colli bereits wieder zum Scherzen aufgelegt: Auf Twitter tacuhte ein Foto auf, bei dem der verletzte Rad-Profi mit einem Lächeln im Gesicht dem Fotografen den Mittelfinger entgegenstreckt.

Der australische Rennfahrer Baden Cooke postete das Foto und kommentierte: "Da hat wohl jemand gute Schmerztabletten bekommen."

 


 

Auch Giro-Spitzenreiter Alberto Contador verletzte sich beim Sturz, zog sich eine Schultersubluxation zu. Das bestätigte sein Team Tinkoff-Saxo am Abend. Eine Röntgenuntersuchung habe aber keine Brüche ergeben. Contador will die Italien-Rundfahrt daher am Freitag mit einem unterstützenden Verband fortsetzen.

Bei einer Subluxation wird das Schultereckgelenk nur kurzfristig ausgerenkt und kehrt schnell wieder in die angestammte Position zurück. Es kann dadurch aber zu Schäden am Bandapparat kommen. Contador verließ die Untersuchung mit dem linken Arm in einer Schlinge. Diese soll er auch über Nacht tragen, um das Gelenk ruhigzustellen.

"Er wird versuchen, mit einer den Arm unterstützenden Bandage weiterzufahren", erklärte Contadors Sprecher Jacinto Vidarte am Donnerstagabend. "Es ist nichts gebrochen. Es war kein so schwerer Sturz wie im Vorjahr bei der Tour de France." Damals hatte der Mitfavorit wegen eines Schienbeinbruches auf der zehnten Etappe aufgeben müssen.

Der Spanier führt weiterhin zwei Sekunden vor dem Italiener Fabio Aru. Der Australier Richie Porte folgt mit 20 Sekunden Rückstand auf Rang drei.

Greipel siegt im Sprint
Der Deutsche Andre Greipel vom Team Lotto-Soudal setzte sich nach 183 km im Massensprint relativ souverän durch. Am Freitag steht die längste Etappe der diesjährigen Italien-Rundfahrt auf dem Programm. Von Grosseto in der Toskana geht es über 264 km nach Fiuggi südlich von Rom. Contadors Team könnte erneut gefordert sein, bevor am Samstag in Campitello Matese eine Bergankunft folgt. Spätestens dort dürfte es zum nächsten Schlagabtausch der Favoriten kommen.