Gipfel
Der Fahrplan: Heute um 17 Uhr wird Lockdown-Entscheidung verkündet
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Wien. Gastronomie, Hotellerie, Tourismus, Landeshauptleute, Hobbysportler und 64 Prozent der Österreicher fordern: „Weg mit Lockdown light“. NÖ-Landeshauptfrau Mikl-Leitner sagt: „Der Gang zum Wirt mit Eintrittstest muss möglich sein.“ Wiens SPÖ-Bürgermeister Ludwig will unbedingt eine Öffnung der Schanigärten, OÖ-Landeschef Stelzer setzt auf eine „Gastro-Öffnung noch vor Ostern“.
Hartes Ringen. Nun braucht die Regierung Mut. Sie muss entscheiden. Bereits gestern Abend fand ein erster Gipfel statt. Kanzler Kurz, Vize Kogler, Gesundheitsminister Anschober konferierten: „Es läuft alles auf eine Verlängerung der derzeitigen Maßnahmen hinaus“, so ein Regierungsinsider.
Das bedeutet: Am 15. März wird es wohl keine Öffnungsschritte für Gastronomie, Hotellerie und Kultur geben. Der Lockdown light könnte – zumindest vorerst – bis Ende März verlängert werden. „Wir wollen das Erreichte nicht aufs Spiel setzen“, so der Regierungsinsider weiter. Denkbar ist aber, dass zumindest Schanigärten öffnen dürfen.
Am Tisch sitzen MedUni-Vizedirektor Oswald Wagner, Gesundheit-Österreich-Chef Herwig Ostermann, Rotkreuz-Kommandant Gerry Foitik, Virologin Dorothee von Laer, Epidemiologin Eva Schernhammer und Mutations-Experte Andreas Bergthaler. Expertin Schernhammer bremst, warnt vor „einer extrem komplexen Situation“. Sie will „keine weiteren Öffnungen“, auch Anschober nicht.
Danach Gipfel mit SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner, FPÖ-Chef Norbert Hofer, Neos-Obfrau Meinl-Reisinger. Rendi-Wagner ist strikt gegen Öffnung, warnt vor Explosion der Zahlen. Hofer ist für Aufsperren, die Neos wollen einen 4-Stufen-Restart: Am 6. März Kultur, 13. März Schanigärten, 20. März Hotels, 27. März Komplett-Öffnung der Gastronomie.
Die Landeschefs erwarten als Minimal-Lösung vom Gipfel zumindest einen klaren Terminplan, wann und unter welchen Umständen Gastronomie, Kultur und Sport aufgesperrt werden dürfen.
Kanzler Kurz, Minister Anschober, der Wiener Bürgermeister Ludwig sowie der steirische Landeschef Schützenhöfer werden in einer Pressekonferenz die Entscheidung verkünden.
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