Schüler mit FFP2-Maske

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Deutscher Mediziner: Schulschließungen waren falsch

Der Direktor der Abteilung für Kinderkardiologie und Intensivmedizin im Klinikum Großhadern in München, Professor Nikolaus Haas, geht mit der Schulpolitik der deutschen Regierung hart ins Gericht.

Der Professor Haas erklärte gegenüber der BIlD: "Ein Kind in Deutschland wird eher vom Blitz getroffen, als dass es wegen einer Covid-Erkrankung auf der Intensivstation landet". Das Infektionsrisiko für Kinder sei sehr gering.

Seine Kernaussage: Die Schließungen von Schulen und Kitas hätten nicht sein müssen.

Ein Blick auf die Daten, die der Mediziner auswertete, geben ihm Recht: Im Schnitt starben in Deutschland 55 Kinder bei Verkehrsunfällen, 35 werden ermordet und 49 ertrinken. Deutschlandweit erkrankten 1200 Kinder am Coronavirus, 75 wurden auf der Intensivstation behandelt und vier starben. 

Auch in Österreich wurden die Schulen mit der Begründung geschlossen. Dies wurde wie auch in Deutschland mit dem Ansteckungsrisiko der Kinder begründet -offenbar eine Fehleinschätzung.

Verheerende Folgen der Schulschließungen

Kein geregelter Schul-Rhythmus, kein direkter Kontakt zu Lehrenden, mangelnde Sozialkontakte und vieles mehr - viele Schüler hatten während der Pandemie Probleme den Anschluss nicht zu verpassen. „Wir werden vielleicht die nächsten ein, zwei, vielleicht auch drei Jahre brauchen, um die Probleme, die Corona schulisch verursacht hat, wieder zu beseitigen.“, so der deutsche Kanzleramtschef Helge Braun (48, CDU) gegenüber der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung.