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Erster Ansturm auf 4. Impfung

Auffrischungsimpfungen werden stark nachgefragt, neue Erstimpfungen gibt es kaum. 

Wien. Die Sommer-Coronawelle wird immer stärker: Am Montag wurden 7.745 neue Fälle gemeldet. In den Spitälern werden bereits 929 Infizierte mit schweren Verläufen behandelt.

Schlange. Bis vor wenigen Tagen waren die Impfzentren Österreichs fast völlig verwaist, jetzt nimmt der Zustrom an Injektionswilligen Tag für Tag zu. Beim ÖSTERREICH-Lokalaugenschein am Sonntag am größten Impf-Standort, dem Austria Center in Wien, stehen die Wartenden bis zur Außentür. Die Security meint: „Die Wartezeit beträgt jetzt zwei Stunden, wir haben einfach zu wenig Personal.“ Zweiter Versuch: Schnell noch am Smartphone einen Termin buchen. Auch Pech: Nächster verfügbarer Slot ist erst Mitte Juli.

Der neue Andrang ist kein Wiener Phänomen. Bundesweit gesehen steigen die Impfzahlen wieder, wobei es fast nur Viertimpfungen betrifft. Am Sonntag etwa waren drei Viertel aller verabreichten Dosen eben die Auffrischungen. Am Freitag waren es in absoluten Zahlen 8.716.

Lange nicht genug. Wobei: Die Verbreitung der Impf-Auffrischung ist bei Weitem nicht so hoch, wie es die Experten gerne hätten. Am 1. Juli waren erst 3 % der über 60-Jährigen zum vierten Mal geimpft. Bei den über 80-Jährigen lediglich knapp über 5 %.

In Wien wird jetzt dennoch das Impfangebot erheblich erweitert. Impfzentren sind bald wieder sechs Tage wöchentlich offen.