Coronavirus

Handelsexperte: "Nicht alle Filialen werden öffnen können"

Handelsvertreter und Experte Rainer Will kritisiert im "Ö1-Morgenjournal" die Corona-Politik der Bundesregierung.

Die Stimmung unter den Kunden sei laut Will derzeit wieder "eingetrübt, weil kein Klima der Zuversicht erzeugt wird und die Pandemiebekämpfung leider eher äußerst potenzialbehaftet ist, um es höflich auszudrücken." 

Am 14,11, also nächsten Montag, läuft die Übergangsfrist für 3G am Arbeitsplatz aus, dann heißt es für über 100.000 Angestellte im Handel, dass sie einen Testnachweis benötigen. Der Handelsexperte sieht die Bestimmung in der Praxis als schwer ausführbar an. "Daher ist nicht nur ein Problem mit der PCR-Ausrollung in den Regionen, sondern eben auch noch, Termine für Antigentests zeitgerecht zu bekommen, um überhaupt die Arbeit antreten zu können." "Wir werden am Montag nicht alle Filialen aufsperren können", so Will. Er fordert eine Verlängerung der Übergangszeit und weiterhin die Möglichkeit, die FFP2-Maske als Wahloption zu 3G zu behalten.

 

 

 

Will appelliert auch für die Impfung: "Es ist jetzt noch nicht zu spät. Die Burgenländer haben es vorgemacht, 10.000 mehr Stiche – umgelegt auf die Bevölkerung wären das 300.000 mehr. Daher hat für mich kein Bundesland mehr einen Anspruch bei der Pandemiebekämpfung, wenn nicht sofort Lotterien oder Positiv-Anreize jetzt auch für den dritten Stich ausgeschrieben werden". Auch Masken würden weiter ein wichtige Rolle spielen. "Gleichzeitig ist es für mich aber ganz entscheidend, dass man hier diese Spaltung nicht forciert und rechtzeitig auch erkennt, dass 2G eben auch Lücken beinhaltet. Denn eine Impfung schützt mich persönlich sehr stark, aber eben leider gibt es die Infektionsproblematik auch bei der Impfung, daher muss die Maske weiterhin eine Rolle spielen", so der Handelsexperte.