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Coronavirus

In diesen Bezirken explodieren jetzt die Corona-Zahlen

Die Corona-Zahlen in Österreich steigen kräftig an. Das sind aktuell die Hotspots.

Die Corona-Zahlen und die Hospitalisierungen in Zusammenhang mit der Covid-Pandemie steigen wieder massiv. Am Mittwoch meldete die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit 1.393 Patientinnen und Patienten, die mit Covid-19 im Spital liegen, um 94 mehr als am Dienstag. Auch bei den Neuinfektionen geht es massiv nach oben: 14.389 Fälle wurden in den vergangenen 24 Stunden registriert, um über 6.000 mehr als noch vor einer Woche mit 8.264 Fällen.

Das lag nicht nur weit über dem Schnitt der vergangenen sieben Tage von 8.976 Fällen. Es bedeutete auch einen entsprechend starken Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner, die am Montag noch bei 575,3 lag und nun, zwei Tage später mit 696 nur mehr knapp unter 700 beträgt.

Corona-Hotspots

Am höchsten ist die Inzidenz derzeit in Oberösterreich, Tirol und Salzburg. Auf regionaler Ebene ist Schärding derzeit der absolute Hotspot in Österreich. Es folgen Eferding, Grieskirchen, Urfahr-Umgebung (alle OÖ) und Waidhofen an der Ybbs (NÖ). In bereits sechs Bezirken stieg die 7-Tages-Inzidenz auf über 1000. Am wenigsten Fälle gibt es hingegen in Horn, Bregenz und Dornbirn.

Bezirk Sieben-Tages-Inzidenz
Schärding 1.287
Eferding 1.213
Grieskirchen 1.192
Urfahr-Umgebung 1.039
Waidhofen an der Ybbs 1.028
Völkermarkt 1.006
Steyr-Land 992
Perg 987
Salzburg-Umgebung 960
Braunau am Inn 958

Prognosekonsortium: Aufwärtstrend setzt sich fort

Dass die Corona-Pandemie kurz vor ihrem Ende steht, ist zumindest dem österreichischen Prognosekonsortium zufolge nicht in Sicht. Im Gegenteil: Laut der Prognose vom Mittwoch steigen die Fallzahlen in Österreich, und das spiegelt sich mittlerweile auch eindeutig in den heimischen Spitälern wider. Dass sich dieser Trend in den nächsten Wochen umkehrt, ist laut Konsortium nicht zu erwarten.

Demnach steigen die vorliegenden Parameter der Fallzahlen in allen Altersgruppen "substanziell" an, das würden auch die letztverfügbaren Abwasserdaten bestätigen, so das Konsortium. "Diese Entwicklung entspricht der erwarteten Beschleunigung des Infektionsgeschehens durch saisonale Einflüsse (ein vergleichsweise kühler September) und höheren Kontakthäufigkeiten in Schule und Arbeitsplatz seit dem Ende der Urlaubszeit. Auch fehlende mitigierende (mildernde, Anm.) Maßnahmen wie Schultests und Quarantänepflicht tragen zu der Dynamik bei", schrieb das Konsortium. Genaue Zahlen zur Inzidenz für die kommenden sieben Tage werden seit einigen Wochen aufgrund der geringeren Testungen und damit unklarer Dunkelziffer der Neuinfektionen nicht mehr prognostiziert.

 Eine genauere Prognose gibt es allerdings für die zu erwartende Auslastung in den Krankenhäusern: Demnach werden für den letzten Prognosetag, den 12. Oktober, 1.200 bis 1.963 durch Covid-Patientinnen und -Patienten belegte Betten auf den heimischen Normalstationen erwartet. Der Mittelwert liegt demnach bei 1.535 Betten. Am gestrigen Dienstag waren es bereits 1.291 Spitalspatienten, 75 davon auf Intensivstationen. Diese Zahl könnte bis 12. Oktober übrigens auf bis zu 120 steigen, so das Konsortium. Der Mittelwert wurde mit 93 Intensivpatienten am 12. Oktober angenommen.