Nach Kritik: Athen lockert Maßnahmen minimal

Coronavirus

Nach Kritik: Athen lockert Maßnahmen minimal

Seit Anfang November ist der Handel bis auf Geschäfte für den täglichen Bedarf geschlossen. Ab Montag Buchhandlungen und Friseure geöffnet.

Athen. Der strenge Lockdown in Griechenland wird von Sonntag an einige minimale Erleichterungen erfahren. Seit Anfang November ist der Handel bis auf Geschäfte für den täglichen Bedarf geschlossen. Von Montag an sollen nun zumindest Buchhandlungen und Friseure unter strengen Auflagen bis zum 7. Jänner öffnen dürfen.
 
Für andere kleine Geschäfte soll das Prinzip "Click Away" gelten, erklärte Regierungssprecher Stelios Petsas am Freitag: Wer im Schaufenster ein Produkt entdeckt, das er möchte, muss das Geschäft kontaktieren und kann seinen Einkauf dann zu einer vorgegebenen Zeit abholen. Bezahlt wird online oder vor dem Geschäft per Kartenlesegerät.
 
Nach vielfacher Kritik hat die Regierung außerdem die Einreisebedingungen für die Weihnachtszeit gelockert. Ursprünglich sollten Einreisende sowohl vor der Abreise aus dem Ausland als auch nach der Ankunft in Griechenland je einen Corona-Test absolvieren und dann noch zehn Tage in Quarantäne bleiben. Die Dauer dieser Quarantäne wurde nun auf drei Tage reduziert.
 
"Wir wissen, die Maßnahmen sind hart", sagte Petsas. Es gelte, die schwere Zeit zu überstehen und gleichzeitig Hoffnung zu schaffen. Doch die meisten Maßnahmen bleiben streng: Innergriechische Reisen sind bis auf wenige Ausnahmen verboten - nur wer etwa in einer anderen Region arbeitet oder seinen Ehepartner dort hat, darf reisen. Auch die Kirchen dürfen nicht öffnen. Ausnahme ist der 25. Dezember, dann aber dürfen maximal neun Menschen anwesend sein, in großen Kirchen bis zu 25.
 
Griechenland zählt vergleichsweise weniger Corona-Fälle als andere EU-Länder, verfügt aber nicht über viele Intensivbetten - und die meisten sind bereits belegt. Am Donnerstag verzeichnete das Land (rund elf Millionen Einwohner) 1.534 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. 3.370 Menschen sind seit Beginn der Pandemie an Covid-19 gestorben.
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