Sölden

Coronakrise

Nächster Ski-Hotspot isoliert: Jetzt auch Sölden unter Quarantäne

In Tirol wird die Lage immer ernster. Mittlerweile sind bereits 390 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Nachdem vergangene Woche in Tirol St. Anton am Arlberg und die Paznauner Gemeinden Galtür, Ischgl, Kappl und See unter Quarantäne gestellt worden sind, haben die Behörden nun zwei weitere Skiorte in Tirol isoliert. Bis inklusive 2. April werden der bekannte Tourismusort Sölden im Ötztal sowie St. Christoph am Arlberg gesperrt. Die polizeilichen Checkpoints wurden Dienstagabend errichtet.

"Uns liegen drei positive Testungen von Personen aus Sölden vor, wo wir wiederum nicht ausschließen können, dass ein Bezug zu einer Schirmbar hergestellt werden kann", sagte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) in einer Aussendung. Daher sei eine Isolierung Söldens "unabdingbar". Später wurden drei weitere bekannt. Zudem sind 47 Verdachtsfälle bekannt.

St. Christoph - Teil der bereits gesperrten Gemeinde St. Anton am Arlberg - wurde auch von den Maßnahmen erfasst. Nach einem Ärztekongress waren mehrere Personen am Virus erkrankt. In der angrenzenden Vorarlberger Nachbargemeinde Lech am Arlberg wurden an einem Tag fünf Personen positiv getestet. Das Land Vorarlberg stellte am Dienstag die Gemeinden Lech, Zürs, Stuben, Warth und Schröcken unter Quarantäne.

Das nur rund 40 Einwohner zählende St. Christoph gilt als Nobelskiort am Arlberg. Sölden dagegen ist mit den Ortschaften Gurgl, Zwieselstein, Heiligkreuz und Vent die flächenmäßig größte Gemeinde Österreichs. Platter rief jene Menschen, die in den vergangenen zwei Wochen in den betroffenen Gebieten waren, dazu auf, sich freiwillig daheim zu isolieren.

Dass am Dienstag erneut Orte gesperrt werden, galt am Nachmittag noch als unwahrscheinlich. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) sagte bei einer Pressekonferenz, dass weitere Quarantäne-Maßnahmen derzeit nicht in Vorbereitung seien. Er könne derartiges für die Zukunft aber nicht ausschließen. Es werde täglich evaluiert und immer am selben Tag entschieden.

Köstinger: ''Haben eine stabile regionale Versorgung''

Immer wieder rufen im oe24-Newsroom viele besorgte Leser an: "Werden die Supermärkte weiter offen halten? Wird es weiterhin alle Produkte geben? Können wir uns darauf verlassen, das es trotz Coronavirus-Krise weiterhin Lebensmittel zu kaufen gibt?"

Landwirtschafts- und Regionen-Ministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) antwortete jetzt auf diese Fragen: "Österreich hat einen sehr hohen Selbstversorgungsgrad, was Lebensmittel betrifft." Deshalb sei ein Versorgungsengpass nicht zu befürchten. Köstinger wörtlich: Unsere Bauern halten die Lieferkette zu den Verarbeitern und dem Handel aufrecht. Gerade jetzt zeigt sich der Wert einer guten und stabilen regionalen Versorgung."

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) dankte am Dienstag den Österreicherinnen und Österreichern für ihre Unterstützung bei der Bewältigung der Coroanavirus-Krise. Zugleich zog der Kanzler in einer Stellungnahme gegenüber der APA eine erste Bilanz der Maßnahmen und rief seine Landsleute zum Durchhalten auf. Indirekte Kritik gab es am Widerstand bei einigen "Entscheidungsträgern".

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"Wir haben letzte Woche die Entscheidung getroffen, massive eingreifende Maßnahmen zu setzen, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Die Entscheidungen sind anfangs auf viel Widerstand bei Entscheidungsträgern gestoßen, waren nicht leicht, aber sie waren notwendig. Heute bin ich froh, dass wir als eines der ersten Länder in Europa diese Entscheidungen getroffen haben, und ich bin der Bevölkerung unendlich dankbar, dass sie die Maßnahmen so konsequent und verantwortungsvoll mitträgt. Sie als Österreicherinnen und Österreicher leisten einen beeindruckenden Beitrag und retten damit viele Leben."
 
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Der Schulbetrieb konnte laut Kurz um 95 Prozent heruntergefahren werden, der Bahnbetrieb ging um 70 Prozent, zurück und die Sicherheitsbehörden vermeldeten ebenfalls ein Minimum an notwendigem Personenverkehr auf den Straßen. "Gleichzeitig möchte ich jenen Menschen im Land meinen Dank aussprechen, die in diesen schweren Tagen unser System aufrechterhalten. Aber bitte halten Sie auch bei der Arbeit zu anderen Menschen Abstand", erklärte der Bundeskanzler.

"Viele Menschen haben noch viele Sorgen und Fragen"

"Ich bin mir vollkommen bewusst, dass viele Menschen in unserem Land noch viele Sorgen und Fragen haben, was die Gesundheit, den Beruf oder die finanzielle Situation betrifft. Alle Ministerinnen und Minister arbeiten auf Hochtouren an der Klärung offener Fragen und werden diese Fragen auch heute sowie die nächsten Tage so umfassend wie möglich für Sie beantworten."
 
"Eine große Herausforderung sind die Kapazitäten sämtlicher Service-Hotlines, da es nicht unbeschränkt Personen gibt, die insbesondere medizinische Fragen beantworten können. Die Ministerien und Bundesländer stocken permanent die Kapazitäten auf soweit das möglich ist. Hier bitte ich alle, solidarisch zu sein und nur anzurufen, wenn man wirklich Hilfe braucht."
 
"Ich bitte Sie, alle Österreicherinnen und Österreicher, dass sie sich weiter strikt an die Maßnahmen und Empfehlungen halten. Bleiben Sie weiter zu Hause und schützen sie vor allem die ältere Generation. Bitte bedenken Sie stets, egal ob beim Einkaufen im Supermarkt oder in anderen Stresssituationen: wir sind ein Team, das Team Österreich. Stehen wir alle zusammen!"
 

 

Regierung plant derzeit keine Verschärfungen

 
Die Bundesregierung plant derzeit keine Verschärfungen ihrer Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Die Ausgangsbeschränkungen seien von den Österreichern gut angenommen und eingehalten worden, sagten Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) am Dienstag in einer Pressekonferenz. Am Wochenende werde der Krisenstab evaluieren.
"Wir haben derzeit keine Pläne in Vorbereitung, die in Richtung einer umfassenden Verschärfung gehen", sagte Anschober. Auszuschließen sei aber nicht, "ob wir in dem einen oder anderen Bereich nachjustieren müssen". Am Wochenende werde allerdings der Krisenstab der Regierung die Maßnahmen evaluieren. Ob die Verbote Auswirkungen auf den Anstieg der Erkrankungen haben, werde sich in acht bis zehn Tagen zeigen.
 
Ziel ist es laut Anschober nach wie vor, beim Anstieg der Infektionen "unter die 20 Prozent zu kommen", sagte der Gesundheitsminister. Ein Plus von 31 Prozent, wie am Dienstag, sei noch immer "deutlich zu viel". Auch erste leichte Veränderungen in den letzten Tagen würden noch auf keinen generellen Trend schließen lassen, so Anschober.

48-Jährige in Heimquarantäne gestorben

In Wien ist eine erst 48 Jahre alte Frau in der Nacht auf Sonntag in Covid-19-Heimquarantäne verstorben. Die Tote wurde Sonntagfrüh von Familienangehörigen aufgefunden, sagte Andreas Huber, Sprecher des medizinischen Krisenstabs der Stadt Wien, der APA. 

Die Verstorbene wird zunächst nicht offiziell als viertes österreichisches Covid-19-Todesopfer geführt, denn ein Obduktionsergebnis liegt noch nicht vor und die Todesursache steht daher nicht fest, sagte Huber. Vorerst sei auch unklar, ob es bei der Patientin Vorerkrankungen gegeben hatte.
 
Video zum Thema: Viertes Todesopfer: Frau war unter 50
 
"Wenn sich ein Gesundheitszustand gezeigt hätte, der eine Spitalsversorgung notwendig gemacht hätte, wäre sie in einem Spital gewesen", betonte der Sprecher. Die 48-Jährige hatte sich nach einem positiven Testergebnis auf das neuartige Coronavirus in häuslicher Quarantäne befunden.

Pressekonferenz von Nehammer und Anschober um 15.30 Uhr

Über die neuesten Entwicklungen in Sachen Corona-Virus berichten Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) heute, Dienstag, um 15.30 Uhr in einer gemeinsamen Pressekonferenz im Bundeskanzleramt.

Jetzt bereits 1.132 Fälle

Wie das Gesundheitsministerium auf der Homepage berichtet, gibt es inzwischen 1.132 (Stand, 8 Uhr, 17.3.) bestätigte Coronavirus-Fälle in Österreich. Damit ist die Zahl seit gestern um 15 Uhr um 115 gestiegen. Acht Menschen sind wieder genesen. Insgesamt sind vier Coronavirus-Patienten gestorben. 10.278 Personen wurden bereits getestet.
 
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 20:24

Israel verhängte Ausgangssperre und setzte Öffis aus

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus hat die israelische Regierung eine Ausgangssperre verhängt. Die Bürger dürfen nur noch das Haus verlassen, um "Lebensmittel und Medikamente zu kaufen, einen Arzt aufzusuchen oder zur Arbeit zu gehen", wie das Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte. Zudem soll der öffentliche Nahverkehr in der Nacht eingestellt werden.

Die Menschen dürften ihre Häuser nicht verlassen, um Parks, Spielplätze, den Strand, das Schwimmbad oder Bibliotheken zu besuchen, hieß es in der Erklärung des Ministeriums. Soziale Kontakte sollten über Online-Medien gepflegt werden. Treffen mit Angehörigen seien nur erlaubt, wenn diese im selben Gebäude wohnen. Unklar blieb zunächst, wann die neuen Maßnahmen in Kraft treten.

 16:40

Derzeit keine Verschärfungen geplant

"Wir haben derzeit keine Pläne in Vorbereitung, die in Richtung einer umfassenden Verschärfung gehen", sagte Anschober. Auszuschließen sei aber nicht, "ob wir in dem einen oder anderen Bereich nachjustieren müssen". Am Wochenende werde allerdings der Krisenstab der Regierung die Maßnahmen evaluieren. Ob die Verbote Auswirkungen auf den Anstieg der Erkrankungen haben, werde sich in acht bis zehn Tagen zeigen.

 16:24

Anschober: "Österreicher machen fantastisch mit"

Gesundheitsminister Rudi Anschober lobt das Engagement der Österreicher. "Die Österreichierinnen und Österreicher machen fantastisch mit. Es ist unglaublich, was man auf den Straßen - wenn man jemanden trifft - erlebt, an Zustimmung", so der Minister,

 15:42

Flugbetrieb am Flughafen Wien kommt zum Erliegen

Nach der Ankündigung von AUA und Laudamotion wegen der Coronavirus-Pandemie vorerst keine Linienflüge mehr durchzuführen, wird der Regulärbetrieb des Flughafens Wien weiter heruntergefahren. Der Airport selbst geht davon aus, dass der Linienflugbetrieb weitgehend zum Erliegen kommt, wie Flughafen-Sprecher Peter Kleeman am Dienstagvormittag im ORF-Radio Ö3 sagte.

Gänzlich geschlossen wird der Flughafen aber nicht. Für Frachtflüge und Rückholaktionen des Außenministeriums werde ein Notbetrieb aufrechterhalten, Airline könnten auch ihre Linienflüge weiter durchführen, betonte der Sprecher gegenüber der APA.

 15:41

SPÖ verlangt in Sachen Ischgl Aufklärung

Die SPÖ verlangt in Sachen Ischgl Aufklärung. "Was da in Ischgl passiert ist, muss jedenfalls aufgeklärt werden. Gewinninteressen dürfen niemals wichtiger sein als der Schutz von Menschenleben. Die parlamentarische Aufarbeitung folgt sobald wir die Krise gemeinsam gemeistert haben", sagte SPÖ-Gesundheitssprecher Abg. Philip Kucher Dienstag in einer Aussendung.

 15:36

IOC hält trotz Corona-Krise an Termin für Tokio-Sommerspiele fest

 14:52

Am Dienstag noch weniger Kinder an Schulen

An den Schulen wurden heute, Dienstag, noch weniger Kinder als gestern betreut. Das zeigt ein APA-Rundruf an Schulen bzw. Zahlen aus der Wiener Bildungsdirektion. Im Bildungsministerium geht man wiederum davon aus, dass die am Montag vermeldeten Anwesenheitsschätzungen von fünf bis sieben Prozent etwas zu hoch gegriffen waren.

"Es waren sicher unter fünf Prozent", hieß es am Dienstag auf APA-Anfrage. Derzeit würden die genauen Daten rückgemeldet. Seit Montag findet an den Volksschulen, AHS-Unterstufen, Neuen Mittelschulen (NMS) und Sonderschulen kein regulärer Unterricht statt, sondern nur Betreuung.

Am Dienstag sank die Zahl der Schüler dann erneut. Heute liege man bei ca. 0,5 Prozent, hieß es auf APA-Anfrage aus der Wiener Bildungsdirektion. In zahlreichen Schulen wurden überhaupt keine Kinder registriert - auch an solchen, an denen gestern noch Schüler betreut wurden.

Trotzdem sollen vorerst keine schulübergreifenden Sammelgruppen eingerichtet werden, hieß es aus dem Bildungsministerium. Das würde dem Gedanken widersprechen, nur möglichst kleine Gruppen zu haben.

 14:47

Iran meldete 135 neue Todesfälle

Im besonders stark von der Corona-Pandemie betroffenen Iran sind binnen 24 Stunden weitere 135 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Damit stieg die Zahl der Todesfälle auf insgesamt 988, wie die Behörden in Teheran am Dienstag mitteilten. Mehr als 1.170 Neuinfektionen wurden demnach registriert, insgesamt haben sich damit 16.169 Menschen im Iran mit dem Virus infiziert.

Nach Angaben des Sprechers des Gesundheitsministeriums, Kianusch Dschahanpur, ist rund ein Drittel der Betroffenen inzwischen wieder gesund. Die meisten Neuinfektionen wurden in der Provinz Teheran registriert. Um die Epidemie einzudämmen, wurden staatlichen Medienberichten zufolge mancherorts Feierlichkeiten zum traditionellen Feuerfest untersagt.

Über eine eigens eingerichtete Website können sich die Iraner ans Gesundheitsministerium wenden, wenn sie denken, dass sie Symptome von Covid-19 aufweisen. Über ihre Sozialversicherungsnummer werden sie identifiziert und ihren Symptomen entsprechend an die zuständigen Stellen verwiesen. Bis Dienstagfrüh machten Dschahanpur zufolge mehr als 15 Millionen der rund 80 Millionen Iraner davon Gebrauch.

 14:46

Land Tirol richtet Sorgenhotline ein

Das Land Tirol richtet eine "Corona-Sorgenhotline" ein. Sozialberater und Psychotherapeuten sollen der Bevölkerung psychosoziale Unterstützung für die nun "völlige geänderte Realität" geben, erklärte LHStv. Ingrid Felipe (Grüne) am Dienstag bei einer Videopressekonferenz. Jeder, der psychische Unterstützung braucht, könne sich dorthin wenden, meinte der Psychiater Christian Haring.

"Wir wissen, wie wir uns schützen können, nämlich in unseren eigenen vier Wänden, das mag aber manchmal gar nicht so leicht sein", sagte der Psychiater. Man habe derzeit einfach noch keine Erfahrung, wie lange die Maßnahmen aufrecht bleiben müssen. "Je mehr Infizierte es gibt, desto weniger Maßnahmen braucht es vielleicht", blickte Haring in die Zukunft. Die Maßnahmen sollten aber schon "einige Zeit aufrecht bleiben", fügte er hinzu. Man sollte sich mit Geduld wappnen.

 14:39

CDU-Chef-Bewerber Merz positiv getestet

 13:37

Gynäkologie des Klinikums Bad Ischl geschlossen

Die Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe des Salzkammergut Klinikums Bad Ischl ist am Dienstag geschlossen worden, da ein medizinischer Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Das gesamte Personal der geschlossenen Station ist in Heim-Quarantäne, zwei werdende Mütter wurden in andere Spitäler verlegt, Neugeborene waren keine auf der Station, teilte das Klinikum mit.

Nachdem schon im Vorfeld die Aufnahme von Patienten generell auf das Notwendigste reduziert worden war, hätten sich laut Klinik auf der nun geschlossenen 21-Betten-Station nur wenige Patientinnen befunden, die ohnehin direkt vor der Entlassung standen. Nähere Informationen für Schwangere, die demnächst Entbindungstermin in Bad Ischl haben, erteilt das Klinikum unter der Servicenummer: 05 055471-33330.

Seit Montag befindet sich auch Oberösterreichs Ärztekammer-Präsident Peter Niedermoser, der hauptberuflich als Pathologe am Ordensklinikum Barmherzige Schwestern in Linz arbeitet, bis 28. März in Quarantäne. Er war noch vergangene Woche in Lech am Arlberg auf Skiurlaub, bestätigte die Ärztekammer einen Bericht in den "OÖN" am Dienstag.

Da sich Lech - seit Dienstag ist die gesamte Vorarlberger Arlbergregion unter Quarantäne gestellt - in einem Risikogebiet befindet, sei am Montag "behördlich entschieden" worden, dass für Niedermoser aus Sicherheitsgründen ein Beschäftigungsverbot gilt, hieß es in dem Bericht. Er zeige bisher keine Symptome einer Erkrankung, seinen Job als Kammer-Präsident übt der Pathologe derzeit in Heimarbeit aus.

 12:44

Mehr als 100 Ärzte in Wien waren bereits in Quarantäne

Spitalsmitarbeiter sind bei ihrer Arbeit stärker einer Infektion mit SARS-CoV-2 ausgesetzt. Drei Krankenhäuser in Wien waren bereits betroffen. Weit mehr als 100 Ärzte und Pfleger mussten in Quarantäne. Derzeit beschäftigt die Behörden der Fall zweier positiv getesteten Anästhesisten, die im Wiener AKH gearbeitet haben.

Die Gesundheitsbehörden ermittelten am Dienstag weiterhin an der Ausforschung der Kontaktpersonen der Frau bzw. ihres Kollegen. Danach werden weitere Maßnahmen getroffen, hieß es vonseiten des Wiener Krankenanstaltenverbundes. Die beiden waren am vorvergangenen Wochenende bei einem Ärztekongress in Zürs am Arlberg und dürften sich dabei infiziert haben.

Die meisten Spitalsmitarbeiter, die in Quarantäne mussten, kamen aus der Rudolfstiftung. Nachdem dort ein Anwalt auf der Intensivstation mit Covid-19 infiziert war, mussten 90 Mitarbeiter in Heimquarantäne. Bei dem Mann handelt es sich um den ersten Coronavirus-Fall in Österreich. Er befand sich weiterhin in intensivmedizinischer Betreuung.

 12:14

Zwei Fälle in der WHO-Zentrale

Bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf sind zwei Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Die beiden seien sofort nach Auftreten der erster Symptome zu Hause geblieben, sagte WHO-Sprecher Christian Lindmeier am Dienstag in Genf. Es gehe ihnen den Umständen entsprechend gut. Die Kollegen seien informiert worden.

Bis auf wenige Ausnahmen arbeiten mehrere Hundert Mitarbeiter der WHO-Zentrale in Genf seit Dienstag vollständig von Zuhause aus. Aus der Zentrale informiert WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus seit Wochen fast täglich über die weltweite Situation. Seit Montag werden diese Briefings ausschließlich virtuell abgehalten und etwa auf Twitter und Facebook übertragen. Reporter können das Gebäude nicht mehr betreten.

Auch im Völkerbundpalast, dem europäischen Sitz der Vereinten Nationen, gab es eine bestätigte Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2, wie die Sprecherin sagte. Das Sekretariat in Genf hat 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In dem Gebäude finden seit Anfang der Woche keine Meetings und Konferenzen mehr statt. Bis auf eine Notbesetzung arbeiten alle Mitarbeiter von Zuhause aus.

 12:06

Zwei Ärzte am Wiener AKH positiv getestet

Zwei Anästhesisten - eine Ärztin und ein Arzt - am Wiener AKH sind positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden. Das bestätigte Oswald Wagner, Vizerektor für Klinische Angelegenheiten der Med Uni Wien, Dienstagmittag der APA. Die Betroffenen hätten am vorvergangenen Wochenende an einem Ärztekongress in Zürs am Arlberg teilgenommen und dürften sich dabei infiziert haben.

Wagner versicherte, dass der Spitalsbetrieb im AKH intakt sei und weiter funktioniere. Medienberichte, denen zufolge Abteilungen gesperrt worden seien, wies er als unrichtig zurück. Die Erkrankung der beiden Infizierten verlaufe jeweils moderat, ihr Gesundheitszustand sei "gut". Kontaktpersonen der Ärztin - rund 20 Spitalsmitarbeiter - seien bereits auf eine mögliche Ansteckung getestet worden. Die bisherigen Ergebnisse wären allesamt negativ, teilte Wagner mit. Weitere Testungen wären im Laufen.

 11:30

Pressekonferenz von Nehammer und Anschober um 15.30 Uhr

Über die neuesten Entwicklungen in Sachen Corona-Virus berichten Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) heute, Dienstag, um 15.30 Uhr in einer gemeinsamen Pressekonferenz im Bundeskanzleramt.

 11:14

ÖBB: Gestern minus 70 Prozent Fahrgäste im Bahnnetz

Die Maßnahmen der Regierung zur Eindämmung des Coronavirus haben in Österreichs Bahnnetz zu einem massiven Rückgang der Fahrgäste geführt. Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) hatten gestern, Montag, im gesamten Bahnnetz - Nah- und Fernverkehr - um 70 Prozent weniger Fahrgäste als üblich, sagte ÖBB-Vorstandschef Andreas Matthä am Dienstag zur APA. Der Umsatz brach um 80 Prozent ein.

Die Bundesbahnen werden den öffentlichen Verkehr jedenfalls aufrechterhalten, die Züge fahren teilweise ausgedünnt. "Es ist wichtig, die krisenrelevanten Mitarbeiter an den Arbeitsplatz zu bringen", versichert Matthä, der den eigenen Beschäftigten im "Team ÖBB" seinen großen Dank ausspricht. Die ÖBB-Personenzüge fahren wegen der Grenzschließungen nur mehr innerhalb Österreichs, der Güterverkehr wird international aufrechterhalten. An den Grenzen werden die Loks der Güterzüge ausgewechselt.

 10:32

Italien will Fluggesellschaft Alitalia verstaatlichen

Die italienische Regierung will die Fluggesellschaft Alitalia verstaatlichen, deren wirtschaftliche Schwierigkeiten durch die Coronavirus-Krise massiv verstärkt wurden. Diese Entscheidung habe das Kabinett im Rahmen eines Hilfspakets für die Wirtschaft getroffen, hieß es am Dienstag in einer offiziellen Mitteilung der Regierung.

Wegen der Corona-Krise sind weltweit unzählige Flüge ausgefallen, Fluggesellschaften in aller Welt haben dadurch massive Einbußen.

 10:11

Ärztin am Uniklinikum Salzburg positiv getestet

Am Uniklinikum Salzburg ist am Montag auch eine Ärztin der Augenklinik positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie die Landesklinken mitteilten, befinden sich neun Ärzte aus ihrem Umfeld in Quarantäne. Ein Zusammenhang mit einem infizierten Narkosearzt und dessen ebenfalls erkrankter Lebensgefährtin, einer Krankenschwester auf der Neonatologie, bestehe aber nicht.

Der Betrieb des Krankenhauses sei trotz der Quarantänemaßnahmen weiter gesichert. "Alles, was momentan nicht der Bekämpfung von Covid-19 oder der akuten Grundversorgung dient, ist aber eingestellt", sagte der Sprecher des landesweiten medizinischen Krisenstabs, Wolfgang Fürweger, zur APA. Seit Montag gelten strenge Zugangsbeschränkungen zum Krankenhaus, alle Ambulanzen außer den Notfallambulanzen wurden gesperrt. Zudem werden Patienten auf andere Spitäler verteilt, um ein ganzes Gebäude für Corona-Patienten zur Verfügung zu haben.

Der aktuelle Fall der Ärztin der Augenklinik zeigt erneut, vor welch schwieriger Situation die Spitäler stehen. Alleine jener Anästhesist, der sich beim Skiurlaub in Ischgl angesteckt haben dürfte und bei dem am Freitag ein positiver Test erfolgt ist, hatte im Krankenhaus Kontakt zu einem großen Personenkreis. Nachdem er und seine Lebensgefährtin erkrankten, wurden 33 Ärzte, 53 Pflegepersonen, 18 Patienten, drei Flugsanitäter und ein Pilot in Quarantäne geschickt.

 09:47

Patienten brachen in Afghanistan aus Quarantäne aus

Im Westen Afghanistans sind 38 Menschen aus ihrer Corona-Quarantäne ausgebrochen. Die Patienten mit Verdacht auf Covid-19 kamen aus dem Iran, bei einer Person wurde das Virus bereits nachgewiesen, sagte ein Sprecher der Provinzregierung Herats. Sieben von ihnen seien inzwischen wieder in das Krankenhaus zurückgebracht worden.

Die Patienten hätten Fenster zerbrochen und Ärzte geschlagen, sagte Wahidullah Mayar, Sprecher im Gesundheitsministerium. Ihre Freunde und Familien hätten ihnen bei der Flucht aus der Isolation geholfen. "Das medizinische Personal steht in der ersten Reihe, um das Coronavirus zu bekämpfen, aber leider werden sie von Rüpeln bedroht und geschlagen", sagte Mayar.

In den sozialen Medien beschwerten sich Menschen in Videos über die Krankenhauszustände in Herat. Sie äußerten Sorge, sich in den überfüllten Isolationsräumen erst recht anzustecken. Die Echtheit der Videos war zum aktuellen Zeitpunkt nicht unabhängig überprüfbar. Inzwischen stieg die Zahl der mit Covid-19 Infizierten in Afghanistan auf 22, hieß es aus dem Gesundheitsministerium. Die tatsächliche Zahl dürfte allerdings deutlich höher liegen.

 09:44

"99,9 Prozent" halten sich in Tirol an Ausgangssperre

Der weit überwiegende Teil der Tiroler Bevölkerung hält sich laut Polizei an die seit Sonntag verordnete de facto Ausgangssperre. "Mit 99,9 Prozent der Menschen gibt es keine Probleme", sagte Manfred Dummer, Leiter der Tiroler Polizeipressestelle, der APA. Mittlerweile seien aber bereits einige Anzeigen erfolgt - diese könne man aber an zwei Hände abzählen.

Die Anzeigen würden vor allem "besonders Unbelehrbare" betreffen, die sich den Restriktionen vehement widersetzen. Dabei handelt es sich etwa um größere Zusammenkünfte im Freien sowie jene, in denen Personen nicht glaubhaft machen können, gerade dringende Einkäufe erledigen zu müssen oder sich aus Arbeitsgründen auf den Straßen aufzuhalten.

Der Pkw-Verkehr an den kontrollierten Grenzen im Bundesland sei indes fast vollständig zum Erliegen gekommen, der Lkw-Verkehr laufe hingegen fließend. Ansonsten nehme man innerhalb des Bundeslandes, so etwa auf der Inntalautobahn (A12), ein stärkeres Pkw-Aufkommen war. Wie auch schon am Montag meiden die Menschen auf dem Weg zur Arbeit offenbar vermehrt öffentliche Verkehrsmittel und setzen sich ins Auto.

 09:41

Rasches Nachverfolgen der Corona-Kontaktpersonen nötig

Coronafälle früh zu erkennen, aggressives Nachverfolgen ihrer Kontakte und beide Gruppen strikt vom Rest der Bevölkerung zu isolieren, sind ebenso wichtig wie Reiseverbote und Selbstisolierung, erklären Forscher im Fachblatt "Journal of Travel Medicine". Damit behielt man in Singapur die Epidemie im Griff trotz anfangs vieler Corona-Fälle und ohne große Einschränkungen des Alltagslebens.

Der Stadtstaat Singapur ist ein wichtiger Reise-Knotenpunkt in Südostasien und war einer der ersten, der von Covid-19 heimgesucht wurden. Im Februar gab es dort zeitweise die meisten Fälle außerhalb Chinas, so die Forscher um Vernon Lee von der School of Public Health in Singapur. Obwohl das frühe Einschleppen der Krankheit einige lokale Infektions-Ketten verursachte, nahm die Zahl der Erkrankten aber bisher "nur" stetig zu und nicht exponentiell, erklären sie. Das wäre vor allem auf umfassende Maßnahmen zurückzuführen, so viele Fälle so früh wie möglich zu erkennen und die Betroffenen einzeln zu isolieren.

 09:20

Außenministerium kann nur registrierten Reisenden helfen

Nach Berichten über Schwierigkeiten bei der Rückholung von Touristen nach Österreich appelliert Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP), dass sich alle Reisende registrieren sollten. "Wir können immer nur jenen helfen, die registriert sind", sagte Schallenberg am Dienstag im Ö1-Morgenjournal.

Deswegen appellierte er an alle Betroffenen, sich bei den Botschaften und bei den Konsulaten zu melden, um sich registrieren zu lassen. Er verwies auch auf die App des Außenministeriums, in der man die Kontaktdaten finde.

Aktuell gibt es 30.000 registrierte österreichische Touristen, die in über 100 Ländern in der ganzen Welt unterwegs sind. Laut Schätzungen sind aber noch weitere Zehntausende im Ausland.

Link zur Reiseregistrierung: https://www.bmeia.gv.at/reise-aufenthalt/auslandsservice/reiseregistrierung/

 09:19

Betriebsrat: Volkswagen setzt Produktion ab Samstag aus

Der Volkswagen-Konzern stoppt wegen der Coronavirus-Krise seine Produktion in den meisten Werken in Deutschland und Europa. Der Konzern werde am Vormittag bekanntgeben, dass diesen Freitag die letzte Schicht sei, hieß es in einem Brief des Betriebsrats an die Mitarbeiter.

 08:44

Jetzt bereits 1.132 Fälle

Wie das Gesundheitsministerium auf der Homepage berichtet, gibt es inzwischen 1.132 bestätigte Coronavirus-Fälle in Österreich. Damit ist die Zahl seit gestern um 15 Uhr um 115 gestiegen. Acht Menschen sind wieder genesen. Insgesamt sind vier Coronavirus-Patienten gestorben.

 08:23

Nehammer auf oe24.TV: Bevölkerung kooperativ

Laut Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) halten sich die Österreicher an die Ausgangsbeschränkungen der Regierung zur Eindämmung der Coronavirus-Krise. Alle Berichte der Landespolizeidirektionen zeigten "hohe Kooperationsbereitschaft der Österreicherinnen und Österreicher", sagte Nehammer am Montagabend im TV-Sender oe24.

"So wie es sich derzeit darstellt, sind wir wirklich das Team Österreich der Bürgerinnen und Bürger, die alles daran setzen, dass wir es schaffen, das Virus einzudämmen." Auf die Frage, ob Polizeistrafen verhängt werden mussten, schüttelte Nehammer den Kopf.

Der Innenminister wies außerdem Vorwürfe gegen die Regierung, die Maßnahmen zu spät eingesetzt zu haben, zurück. Alle Maßnahmen seien "eng abgestimmt" mit den Experten getroffen worden und dienten dazu, die Infektionskurve abzuflachen und "Versorgungssicherheit zu geben". Unter Verweis auf seine "militärische Vergangenheit" erklärte Nehammer: "Man hat als Gemeinschaft, um so ein Virus einzudämmen, nicht viele Schüsse. Aber es gibt ein paar, damit man auf diese Kurve schießt sozusagen, um sie abzuflachen." Einer dieser "wesentlichen Schüsse" sei eben die Einschränkung der Bewegungsfreiheit und Reduktion der Sozialkontakte.

 08:07

Ärztekammer bestätigt Mangel bei Schutzbekleidung

Der Vizepräsident der Ärztekammer, Johannes Steinhart, hat einen Mangel bei der Schutzausrüstung für medizinisches Personal in der Coronavirus-Krise bestätigt. "Ja, der Markt ist problematisch", sagte Steinhart am Dienstag im Ö1-Morgenjournal. "Es gibt Grenzsperren." Es gebe "bestellte Ausrüstung, die derzeit nicht über gesperrte Grenzen" komme, sagte er.

Man versuche der Knappheit entgegenzuwirken: Es seien viele Masken eingekauft worden, mit denen auch die Bundesländer "zum Teil" versorgt werden konnten. Außerdem gebe es "sensationelle Unterstützung" durch den KAV.

Eine Knappheit bei Covid-19-Tests sieht der Ärtzekammer-Vizepräsident aber nicht. "Derzeit läuft's noch." Es gebe "zwischen 20 und 10 Autos im Einsatz, die hier testen". Eine Zeit lang habe es so ausgesehen, als würde es "enger werden. Aber momentan haben wir noch." 17.000 Fälle in Wien seien "durchgescreent" worden. Dass seien für eine Großstadt sehr viele.

Steinhart appellierte an die Menschen, Ordinationen nur in Notfällen aufzusuchen: "Nur nach telefonischer Anmeldung in Ordinationen. Keine Routine, nur mehr Notfälle", betonte er. Es gehe darum, dass sich die Patienten nicht anstecken und auch zum Schutz der in der Ordination Arbeitenden. Die Maßnahme sei ein "Schutz, dass die Funktionseinheiten wie Ordinationen aufrecht gehalten werden können

 08:03

16.000 Anträge für Arbeitslosigkeit an einem Tag

Am Montag hat das Arbeitsmarktservice (AMS) 16.000 Anträge auf Arbeitslosigkeit ausgegeben. Das berichtete AMS-Chef Johannes Kopf am Dienstag im Ö1-"Morgenjournal". "Wir gehen davon aus, dass diese Woche schon sehr hart wird", erklärte Kopf. Das AMS rechne damit, dass tausende Menschen arbeitslos werden. Gleichzeitig lobte er aber die neue Kurzarbeitsregelung als flexibler und sozialer.

Trotz des Andrangs brauche niemand Sorgen zu haben, "auch wenn man bei uns nicht durchkommt". Das AMS werde erstmals auch rückwirkend Arbeitslosenanträge akzeptieren, "alle Ansprüche bleiben gewahrt". Menschen sollte trotzdem nicht persönlich hingehen. "Wir verstärken überall die Kapazitäten", versprach Kopf.

 07:27

Tom Hanks und Ehefrau aus Klinik entlassen

Tom Hanks (63) und Ehefrau Rita Wilson (63) befinden sich nach einer Behandlung wegen Covid-19 nun zu Hause in Selbstisolierung. Sie seien in ihrem Haus in Australien in Quarantäne, teilte eine Sprecherin des Schauspielers am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Zuvor hatten US-Medien berichtet, dass das Paar aus einem Krankenhaus im australischen Bundesstaat Queensland entlassen worden sei.

 06:53

13 Tote und 21 neue Infektionen in China

In China sind erneut 13 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Dienstag mitteilte, wurden zudem 21 neue Infektionen nachgewiesen. Laut Behördenangaben handelte es sich bei 20 Erkrankungen um "importierte Fälle", die bei Menschen während der Einreise nach China festgestellt wurden.

Aus Angst davor, dass Reisende das Virus zurück in die Volksrepublik bringen, hat die Regierung die Kontrollen zuletzt weiter verschärft. Reisende, die etwa in Peking landen, werden seit Montag für zwei Wochen zur Beobachtung in zentralen Quarantäne-Einrichtungen untergebracht. Seit Ausbruch des Coronavirus haben sich in China 80.881 Menschen mit dem Erreger infiziert, 3.226 kamen ums Leben.

 06:53

299 Personen aus Marrakesch zurückgeholt

Am Montagabend hat eine weitere Rückholaktion für rund 299 Personen begonnen. Wie Peter Guschelbauer, der Sprecher des Außenministeriums, der APA mitteilte, wird die zum Großteil aus Österreichern und einigen EU-Bürgern bestehende Personengruppe mit einem Sonderflieger Dienstagfrüh (Ankunft voraussichtlich 03.00 Uhr Früh, Anm.) in Wien landen.

Zudem werde am Dienstag um die Mittagszeit eine weitere Austrian-Maschine des Außenministeriums aus Marrakesch nach Wien fliegen.

Das Außenministerium, das am vergangenen Freitag weltweit Sicherheitsstufe vier ausgerufen hatte, stand mit Fluglinien, Reiseveranstaltern, dem Flughafen Wien-Schwechat, der Wirtschaftskammer und dem Verein für Konsumenteninformation in ständigem Austausch. Am Freitagnachmittag hatte eine erste Rückholaktion für rund 150 Touristen aus Italien stattgefunden, die von einer AUA-Maschine aus Rom und Venedig zurück in die Heimat gebracht wurden.