Schließung nach Weihnachtsfeiertagen

oe24-EXKLUSIV: Alles läuft auf neuen Lockdown hinaus

Heute Abend fällt bei einer Regierungssitzung die Vorentscheidung über den Lockdown. Morgen gibt es Videokonferenz mit Landeshauptleuten. 

Morgen ist D-Day für den nächsten Lockdown. Ab 15 Uhr findet eine Videokonferenz von Kanzler Sebastian Kurz, Vizekanzler Werner Kogler und Gesundheitsminister Rudi Anschober mit den neun Landeshauptleuten statt. Die Sitzung ist für drei (!) Stunden angesetzt. 

Neuer Lockdown dürfte nach Weihnachten kommen

Laut oe24-Informationen ist der dritte, harte Lockdown fix. Mehrere Landeshauptleute, darunter die westlichen Bundesländer, das Burgenland und Kärnten sind für einen solchen Lockdown. Auch in der Bundesregierung gibt es angesichts der dramatischen Todeszahlen und der dringenden Warnung der Spitäler vor einer neuerlichen Überlastung ein Umdenken. Ein Lockdown sei angesichts dessen nicht mehr abzuwenden, so ein Regierungsinsider zu oe24. 

Mittlerweile wurde oe24 bereits aus Regierungskreisen bestätigt, dass es ab 26. Dezember zu einem neuen harten Lockdown kommen soll. Kabinettsmitarbeiter aus dem Bundeskanzleramt rufen bereits die wichtigsten Handelsvertreter durch, um sie vorab über die Schließungen zu informieren. Das wurde oe24 von mehreren Handelsvertretern bestätigt. 

Handel, Frisöre und Co. könnten bis 10. Jänner schließen

Wahrscheinlichstes Szenario: Der Lockdown soll nach Weihnachten in Kraft treten. Bereits ab dem Stefanitag - also dem 26. Dezember - dürften demnach harte Ausgangsbeschränkungen für den ganzen Tag kommen, wie sie bereits Ende November und Anfang Dezember gegolten haben. Voraussichtlich ab Montag,28. Dezember, wird das Land dann wieder zugesperrt. Das bedeutet: Handel sowie Dienstleister wie Frisöre müssen schließen. Schulen, Gastronomie und Hotels sind ohnehin geschlossen. Auch die Ausgangsbeschränkungen dürften nach Weihnachten wieder verschärft werden. Ein Indiz dafür: In der gestern veröffentlichten Verordnung zu den Weihnachtsfeiertagen wurde Silvester explizit noch nicht erwähnt.

Der Handel fordert nun im Gegenzug 80% Umsatzersatz für die Lockdown-Zeit. "Das ist für uns eine extrem wichtige Zeit mit Umtauschaktionen und Gutscheineinlösungen", argumentiert Handelsverbandschef Rainer Will. 

Bleiben Gastro und Tourismus sogar länger zu? 

Im Gespräch ist laut oe24-Informationen ein Lockdown bis zum 10. Jänner. Am 11. Jänner könnten dann - gemeinsam mit den Schulen - Geschäfte sowie Dienstleister wieder öffnen. Ob auch Gastronomie und Hotels dann wieder aufsperren, ist noch offen. Die ursprünglich geplante Öffnung von Gastro und Tourismus am 7. Jänner dürfte damit aber wohl vom Tisch sein. 

Umstritten ist derzeit noch, ob auch die Skigebiete zu bleiben und nicht wie ursprünglich geplant am 24. Dezember aufsperren. Bei Ausgangsbeschränkungen unter Tags wäre das die logische Folge. Dagegen stemmen sich allerdings vor allem die westlichen Bundesländer, die zumindest den Einheimischen sportliche Betätigung erlauben wollen. 

Schulferien schon ab 21. Dezember?

Auch eine frühere Schulschließung steht aktuell zur Diskussion. Vor allem die ÖVP soll sich hinter den Kulissen dafür ausgesprochen haben. Die Schulferien könnten dann schon ab 21. Dezember beginnen. Aufsperren werden die Schulen jedenfalls erst ab 11. Jänner. 

Fix ist freilich noch nichts, die (Vor-)Entscheidung will die Regierung heute Abend bei einer Sitzung treffen. 



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