Schlag gegen Impf-Betrüger

Razzien in Schladminger Bars wegen gefälschter Impfpässe

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Zwei Lokalbetreiber stehen im Verdacht, gefälschte Pässe zu vertreiben. 

Bei Razzien in Schladminger Bars sowie bei deren Betreibern zu Hause sind vergangene Woche rund ein Dutzend gefälschte Impfpässe entdeckt worden. Wie die Landespolizeidirektion Steiermark am Montag im Vorfeld des "Nightrace" bekannt gab, werden Ermittlungen gegen neun Verdächtige führt. Ein Bar-Betreiber gestand, dass er gefälschte Impfpässe erworben und bis auf einen auch weiterverkauft hat. Ein anderer Lokalbetreiber soll ihn bei der "Bestellung" unterstützt haben.

Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein anonymer Hinweis aus Salzburg, schilderte Polizeisprecher Markus Lamb im APA-Gespräch. Es hieß, dass in einer Après-Ski-Bar in Schladming gefälschte Impfpässe verwendet würden. Der Verdacht erhärtete sich nach den ersten Ermittlungen der Polizei. Daraufhin ordnete die Staatsanwaltschaft Leoben Hausdurchsuchungen an - unter anderem in den Bars zweier Verdächtiger sowie in ihren privaten Wohnsitzen. Die Polizei wurde dabei durch IT-Experten des Landeskriminalamts (LKA) Steiermark und Dokumenten-Experten des Bundeskriminalamts (BKA) unterstützt.

Einer der beiden Bar-Betreiber gestand bei den Vernehmungen, dass er sieben gefälschte Impfpässe gekauft und bis auf einen alle anderen weiterverkauft hat. Auch bei seinem Komplizen, der ebenfalls einen Gastronomiebetrieb in Schladming führt, wurden gefälschte Impfpässe sichergestellt. Insgesamt war es knapp ein Dutzend.

Bei den Hausdurchsuchungen wurden auch zahlreiche Datenträger gefunden, die nun ausgewertet werden. Insgesamt wurden neun Verdächtige ausgeforscht. Sie werden wegen des Verdachts der Urkundenfälschung angezeigt. Nach den Hintermännern werde noch gesucht.
 

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