Das sind die neuen Corona-Hotspots Österreichs - Bezirk Rohrbach in Oberösterreich

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Rohrbach mit weltweit höchsten Corona-Zahlen

Der oberösterreichische Bezirk lag, was die Corona-Neuinfektionen betrifft, an der Weltspitze.

Oberösterreich. Vergangenes Wochenende gab es einen traurigen Rekord im Bezirk Rohrbach: Was die Corona-Neuinfektionen betrifft, lag der Bezirk weltweit an der Spitze. Das ist ein Rekord, auf den die Rohrbacher wohl gerne verzichtet hätten.

Im oberösterreichischen Bezirk lag die Sieben-Tages-Inzidenz vergangenes Wochenende bei 1.474,9. Zum Vergleich: Der Österreich-Schnitt lag auf hohem Niveau bei 527,9. Tagesaktuell waren am Freitag 2.785 Rohrbacher mit einer Coronavirus-Infektion registriert. Tausende weitere sind in Quarantäne.

Krisenstab ratlos

Im Krisenstab zeigt man sich ratlos, da man weder eindeutige Cluster, noch sonst auffällige Fallhäufungen identifizieren könne, wie "nachrichten.at" berichtet. Bedenklich sei, dass es keine größeren Cluster gebe. Eine mögliche Erklärung sei, dass sich viele innerhalb der eigenen Familie oder im Freundeskreis anstecken, so Bezirkshauptfrau Wilbirg Mitterlehner. Die Rohrbacher würden sich jedenfalls vorbildlich an die Quarantäne-Regeln halten.

Auch im benachbarten Tschechien war die 7-Tages-Inzidenz lange Zeit vierstellig. Ist also die Grenznähe schuld an den schnell steigenden Fällen? Vom ebenfalls grenznahen Bayern aus heißt die Antwort Nein – es sei bisher nicht erkennbar, dass es wegen der Grenzpendler mehr Fälle auf bayerischer Seite gegeben habe, erklärt der zuständige Landrat Sebastian Gruber gegenüber "Passauer Presse". Dennoch ist die Situation mit jener in Rohrbach annähernd vergleichbar: Landrat Sebastian Gruber nannte das Infektionsgeschehen im Landkreis „rapide, flächendeckend und diffus“.