Schwer an Corona erkrankt: Paar heiratet auf der Intensivstation

Emotionale Zeremonie

Schwer an Corona erkrankt: Paar heiratet auf der Intensivstation

Zwei schwerkranke Corona-Patienten haben jetzt auf der Intensivstation geheiratet. Kurz nacht der Trauung wurden beide betäubt und intubiert.

Hochzeiten sind im allgemeinen ja sehr emotional. Besonders berührend war nun aber jene auf einer Intensivstation im spanischen Tortosa. Dort haben sich nämlich zwei schwerkranke Corona-Patienten das Ja-Wort gegeben. Auf eine Feier und eine Hochzeitsreise mussten sie aber freilich verzichten. Die 58-Jährige und der 54-Jährige wurden nämlich direkt nach der Trauung narkotisiert und intubiert.

Ärzte als Trauzeugen

Die Hochzeit war schon länger geplant, doch dann infizierte das Paar sich mit dem Coronavirus. Ihr Zustand wurde dabei derart schlecht, dass sie beatmet werden mussten. Zuvor hatten sie sich aber noch das Personal gebeten, heiraten zu dürfen. Dafür schoben die Spitalsmitarbeiter vor rund einer Woche die Betten der beiden zusammen. Ein Richter und zwei Beamte wurden ins Krankenhaus bestellt und führten die Trauung in Schutzausrüstung durch. Als Trauzeugen fungierten Ärzte.

Zustand weiter kritisch

Da aufgrund der Situation Freunde und Familie nicht dabei sein konnten, wurde die ungewöhnliche Zeremonie mitgefilmt. Noch können sie ihre junge Ehe nicht genießen. Der Gesundheitszustand der Frischvermählten gilt weiterhin als kritisch.



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