So blockierten Länder lokale Quarantäne

Einreiseverbot

So blockierten Länder lokale Quarantäne

Vorarlberg kritisierte zu spätes Agieren bezüglich südafrikanischer Variante.

Das Protokoll der letzten Sitzung der Ampel-Kommission zeigt deutlich, dass einige Bundesländer eine rasche und lokal begrenzte Quarantäne gegen die Ausbreitung von mutierten Varianten weiter ablehnen.

Als der Epidemiologe Gerald Gartlehner in der Ampelsitzung feststellte, dass „eine regionale Quarantäne betroffener Bezirke am zielführendsten“ wären, stimmte nur der Ampel-Vertreter aus Vorarlberg zu. Der Bezirk Schwaz hätte laut dem Vorarlberger „auf Basis des Epidemiegesetzes unter Quarantäne gestellt und vollständig getestet werden können“. Und der Ampel-Vertreter stellte klar: Sollte sich eine Situation wie in Tirol wiederholen, sollte das künftig passieren.

Gesundheitsminister könnte lokale Quarantäne erlassen.

Ages-Leiter Franz Allerberger widersprach Gartlehner und dem Vorarlberger und argumentierte gegen eine lokal begrenzte Quarantäne wie sie in anderen Staaten üblich ist. Was ihm prompt die Zustimmung aus Oberösterreich einbrachte. Sollte sich die südafrikanische Variante ausbreiten, müsse es eine „bundesweite Quarantäne“ geben. „Auch die Vertreterin aus Niederösterreich hält es für nicht realisierbar, einzelne Orte oder Gemeinden unter Quarantäne zu stellen“, steht im Protokoll der Ampelsitzung.

Britische Variante wird bald die dominante

Sorge. Und, so das Protokoll weiter: „Die Vertreterin aus Kärnten verweist auf die Sichtweise des ganzheitlichen Gesundheitsschutzes“ und sieht daher eine lokale Quarantäne auch nicht als Möglichkeit an.

In der Ampelsitzung wurde zwar einhellig festgestellt, dass die britische Mutation an Fahrt aufnehme und bald dominierend sein werde, bezüglich der südafrikanischen Variante scheint man aber weiter nicht rasch ­reagieren zu wollen.

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