Corona Virus

Coronavirus

So viele sind wirklich wegen Corona im Spital

Die Corona-Herbstwelle nimmt langsam Fahrt auf. Gestern wurden bereits fast 18.000 Neuinfektionen gemeldet und auch das Prognosekonsortium erwartet einen weiteren Anstieg der Covid-Patienten. Doch was sagen diese Zahlen aus?

Am Mittwoch lagen 1.985 Infizierte in den heimischen Spitälern, 80 davon auf den Intensivstationen. In zwei Wochen wird ein Spitalspatienten-Plus von 52 Prozent erwartet. Auf den Normalstationen sind am 19. Oktober österreichweit 2.121 bis 3.428 belegte Betten zu erwarten. Das Prognosekonsortium geht außerdem von zwischen 75 und 122 Schwerkranken aus.

Zum Vergleich: Am Höhepunkt der Herbstwelle im vergangenen Jahr - das Land befand sich damals im Lockdown - benötigten 2.767 Infizierte ein Normalbett. Auf Intensivstationen lagen damals 630 Schwerkranke.

Großteils Zufallsbefunde im Spital

Ein Blick auf die Zahlen des offiziellen Covid-Register verrät, dass sich die Situation durchaus differenzierter darstellt, als sie derzeit erscheint. Denn nur 22 Prozent der Covid-Patienten befinden sich wegen "Covid-Symptomatik" im Spital, auf den Intensivstationen sind es sogar nur 12 Prozent. Bei dem überwiegenden Teil der Patienten handelt es sich um Neben- bzw. Zusatzbefunde. Laut des Prognosekonsortiums treten Covid-Erkrankte daher in geringerem Ausmaß in Konkurrenz zur Regelversorgung als in vergangenen Epidemiephasen, in denen noch der Großteil der Covid-19-Patientinnen und -Patienten eine mit Corona assoziierte Hauptdiagnose aufwies. Allerdings warnen Experten vor Personenengpässen durch krankheitsbedingte Ausfälle, oft coronabedingt.

© datenplattform-covid.goeg.at
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Comeback für die Maske?

Experten sind sich sicher: Es wird nicht nicht letzte Corona-Welle sein, die uns bevorsteht und so werden auch die Neuinfektionen und Spitalszahlen immer wieder steigen. Auch die Diskussionen um Maßnahmen ebben nicht ab. So fordert Virologin von Laer angesichts der steigenden Fallzahlen die Wiedereinführung der Maskenpflicht für Innenräume. Gesundheitsminister Rauch sieht dafür aktuell noch keinen Grund. Auch der deutsche Virologe Hendrik Streeck ist skeptisch: "Was ich für falsch halte, ist eine Maskenpflicht aus reiner Sorge. Da finde ich, muss man mehr Mut und Pragmatismus zeigen. Menschen, die sich Sorgen machen, können ja Maske tragen.“