WHO

40 Prozent Impfrate bis Jahresende erreichbar

WHO-Chef: "Pandemie endet, wenn die Welt sich dazu entscheidet"

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Deutschland und andere Länder aufgerufen, bei Corona-Impfstofflieferungen zugunsten bedürftigerer Staaten zurückzustehen.  

"Die Pandemie wird enden, wenn die Welt sich entscheidet, sie zu beenden", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Sonntagabend bei der Gesundheits-Konferenz "World Health Summit" in Berlin. Man wissen von fast 50.000 registrierten Todesfällen pro Wochen - damit sei die Pandemie noch lange nicht vorbei.

Er erinnerte an das WHO-Ziel, wonach bis Jahresende mindestens 40 Prozent der Menschen in jedem Land geimpft sein sollen. "Dieses Ziel ist erreichbar", betonte Tedros. Er dankte Deutschland für seine Großzügigkeit, mehr sei aber nötig. Länder, die bereits eine Impfquote von wenigstens 40 Prozent erreicht hätten - darunter alle G20-Staaten - sollten dem UN-Impfprogramm Covax oder der afrikanischen Initiative Avat bei Impfstofflieferungen den Vortritt lassen. "Kein Land kann die Pandemie isoliert vom Rest der Welt beenden", mahnte Tedros.

UN-Generalsekretär António Guterres forderte anlässlich des Weltgesundheitsgipfels in Berlin eine sinnvollere Verteilung von Corona-Impfstoffen: "Impfnationalismus und Horten von Impfstoff bringt uns alle in Gefahr", sagte er in einer vorab aufgezeichneten Rede am Sonntagabend.

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, sprach sich für mehr internationale Zusammenarbeit aus: "Grenzüberschreitende Gesundheitsbedrohungen müssen grenzüberschreitend bekämpft werden", sagte von der Leyen in einer Videoübertragung. "Wir brauchen einen weltweit gültigen Standard für Gesundheitsvorsorge."
 



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