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EMA entscheidet

Wird AstraZeneca-Impfstoff nur für Jüngere zugelassen?

Der Impfstoff könnte bei älteren Personen weniger wirksam sein. Die EMA entscheidet kommende Woche.

Der britisch-schwedische Pharmakonzern Astrazeneca hat eine bedingte Zulassung seines Corona-Impfstoffs in der Europäischen Union beantragt. Bis zum 29. Jänner könnte der zuständige Ausschuss der EU-Arzneimittelbehörde EMA eine Entscheidung über das Vakzin fällen, teilte die EMA vergangene Woche mit. 
 
Für die EU und Österreich soll der ChAdOx1 nCoV-19-Impfstoff mit 400 Millionen vorbestellten Dosen das Rückgrat für die Durchimpfung der breiten Bevölkerung darstellen Alleine Österreich soll noch in diesem Quartal über 2,1 Millionen Dosen des Impfstoffs bekommen.. Das wird auch dadurch erleichtert, dass die Vakzine bei normaler Kühlschranktemperatur von zwei bis acht Grad Celsius länger aufbewahrt werden kann. 
 

Evidenzproblem

Dabei gibt es allerdings Unklarheiten, ob der Impfstoff überhaupt für alle Bevölkerungsteile zugelassen wird. Laut einer am 9. Jänner veröffentlichten Studie könnte die Schutzwirkung mit höchsten 70 Prozent deutlich geringer sein als bei den zwei schon zugelassenen Impfstoffen mit über 90 Prozent. Der Impfstoff wurde vorwiegend an unter 55-jährigen Personen getestet.
 
Dies führt zu einem Evidenzproblem, ob die Wirksamkeit bei älteren Menschen überzeugend geklärt ist. Wie mehrere Medien berichten, treten einige Experten dafür ein, dass der Impfstoff nur für Menschen unter 55 oder unter 65 zugelassen wird. Tritt dieser Fall ein, dann müssten die Länder ihre Impf-Pläne anpassen. Ältere Personen würden dann ausschließlich mit den Impfstoffen von BioNTech und Moderna geimpft, jüngere Menschen könnte wahrscheinlich schneller mit dem Vakzin von AstraZeneca immunisiert werden. 
 
Die EMA wird kommende Woche über eine Zulassung entscheiden. In Großbritannien wird das Vakzin auch bei ältere Personen verwendet.
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