CERN erteilt Facebook eine Abfuhr

Bittere Pille für Online-Netzwerk

CERN erteilt Facebook eine Abfuhr

Zentrum für Kernforschung nutzt Tool des Online-Netzwerks nicht mehr.

Die Europäische Organisation für Kernforschung (CERN) hat  Facebook  eine Abfuhr erteilt. CERN verzichtet seit Februar auf die Nutzung des von dem Online-Netzwerk betriebenen Kommunikationstools Workplace. Die kostenlose Testphase für die vom der Organisation seit 2016 verwendete Plattform ist abgelaufen. Ein weiterer Grund für den Ausstieg war der Umgang mit vertraulichen Daten.

Datenweitergabe "inakzeptabel"

Das Forschungszentrum hätte für eine Weiternutzung des Tools wichtige Daten an Facebook senden müssen. Nun ist der Zugang des  CERN  auf die Plattform Ende Jänner deaktiviert worden. Das weltgrößte Online-Netzwerk hatte seine Plattform im Oktober 2016 kostenlos zum Test zur Verfügung gestellt. Nach Ablauf der Testphase hatte das CERN zwei Möglichkeiten. Entweder hätte die Organisation für eine weitere Nutzung der ursprünglich kostenlosen Version bezahlt oder aber sie hätte auf eine kostenlose Version ohne Verwaltungs- und Zugriffsrechte wechseln müssen - mit der Übertragung aller Daten an Facebook.

"Der Verlust der Kontrolle über unsere Daten war inakzeptabel, ebenso die Bezahlung für ein Werkzeug, das nicht zu den grundlegenden Dienstleistungen gehört, die der CERN-Gemeinschaft angeboten werden", begründete die Organisation ihren Entscheid.

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Bittere Pille für Facebook

Zudem seien die Reaktionen auf Workplace bereits zuvor nicht immer positiv gewesen. Viele Benutzer hätten angegeben, dass sie es vorziehen würden, beim Schutz personenbezogener Daten nicht ein Tool eines Unternehmens zu verwenden, dem sie nicht vertrauen würden. Das CERN prüfe nun kostenlose Alternativen, um weiterhin mit Forschern und der Wissenschaftsgemeinschaft in Kontakt zu bleiben, heißt es in der Mitteilung weiter.

Aufgrund des weltweit guten Rufes der Europäischen Organisation für Kernforschung ist die Abfuhr für Facebook natürlich eine bittere Pille. Denn die Zusammenarbeit mit dem CERN hätte man gut für eine Imagepolitur verwenden können.

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