Wiener Start-up setzte 325.000€ von Investoren in den Sand

Jetzt ist die Firma pleite

Wiener Start-up setzte 325.000€ von Investoren in den Sand

Das Wiener Start-up Fontus ist mit seiner (umstrittenen) Idee einer Trinkflasche, die sich über die Luftfeuchtigkeit selbst befüllt, baden gegangen. Im April sammelte die Fontus Water Technology GmbH über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo von rund 1.500 Unterstützern insgesamt rund 325.000 Euro als Anzahlung für die noch zu entwickelnde Flasche ein, die nun aber doch nicht produziert wird.

Entwicklungskosten liefen aus dem Ruder

Mit dem eingesammelten Geld wollte Fontus die Entwicklung der Trinkflasche finanzieren, die vor allem für Outdoor-Sportarten gedacht war. Allerdings habe die Entwicklung weit mehr gekostet als geplant und für die Serienproduktion sei nun kein Geld vorhanden, erklärte das Unternehmen. Den Gläubigern wird nach Angaben des KSV1870 eine 20-prozentige Quote auf ihre Forderungen angeboten, zahlbar innerhalb von 24 Monaten ab Annahme des Sanierungsplans. Die Anmeldefrist läuft bis 29. Oktober 2018, die Sanierungsplantagsatzung ist am 12. November.

fontus-trinkflasche-960-inl.jpg © Fontus Water Technology GmbH

Zweifel an Machbarkeit

Kritiker wie etwa der Tech-Blogger Thunderf00t hatten schon frühzeitig massive Zweifel an der technischen Umsetzbarkeit der selbstfüllenden Wasserflasche geäußert. Die Idee war, die Wasserflasche durch den Fahrtwind beim Radfahren oder mit Hilfe von Solarmodulen zu kühlen und das dabei entstehende Kondenswasser aufzufangen. Den Skeptikern zufolge hätte das nur bei tropischem Wetter oder mit einem sehr großen Solarpaneel funktioniert.

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