facebook-AP

Großbritannien

"Big Brother" hat Auge auf Facebook

Die britische Regierung sorgte bei Bürgerrechtlern für einen Aufschrei. Innenminister Vernon Coaker dachte laut über einen Plan nach, wonach die Social-Networking-Plattformen dazu gebracht werden sollen, Informationen über die Verkehrsdaten ihrer Mitglieder zu speichern.

Laut dem "Independent“ gehe es Coaker darum, ein letztes Schlupfloch für Terroristen zu schließen. Dazu will man Plattformen wie Facebook, MySpace und Bebo dazu bewegen, Daten über ihre User preis zu geben. Surfgewohnheiten sollen demnach von den Anbietern genauso gespeichert und ausgehändigt werden wie persönliche Nachrichten, die innerhalb des Netzwerkes versendet werden.

"Extrem schwieriges Thema"
Am 6. April tritt in Großbritannien die EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung in Kraft. Diese würde Social-Networking-Plattformen nicht abdecken. Coaker wisse, dass es sich dabei um ein "extrem schwieriges Thema“ handle. "Die Verbindung zwischen dem Speichern von Daten, Sicherheit und aller Arten von Privatsphäre ist sehr wichtig“, sagte er.

Entscheidung in Kürze
Gegen dieses Vorhaben laufen nun Bürgerrechtler Sturm. "Was sie tun ist, zu schauen, mit wem kommuniziert wird und wer deine Freunde sind, das ist ein riesiger Eingriff in das Privatleben“, meinte etwa Richard Clayton, Experte für Computer-Sicherheit der Universität von Cambridge. Ein Sprecher des Innenministeriums kündigte an, die Regierung werde den Plan zur Social-Networking-Überwachung "in Kürze" beraten.



OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten