Elektronik Schrott

Greenpeace-Studie

PCs und Handys werden "grüner"

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Greenpeace veröffentlicht in einer Studie ein Ranking der umweltfreundlichsten Elektronikunternehmen. Platz 1 für Nokia, letzter wird Apple.

Ein Blick auf den heute veröffentlichten Elektronikführer "Guide to Greener Electronics" von Greenpeace gibt durchwegs Anlass zur Hoffnung, dass PCs und Handys in Zukunft umweltverträglicher werden. Vierzehn Hersteller werden in diesem Führer unter die Lupe genommen, das Ergebnis ist ein tendenziell erfreuliches: Immer mehr Produzenten verzichten auf die gefährlichsten Chemikalien, und es gibt Bestrebungen, das Recycling durch Rücknahmeverpflichtungen und Wiederverwertung von Elektroaltgeräten zu verbessern. Apple allerdings liegt im Ranking nach wie vor weit abgeschlagen am letzten Platz.

“Es zeichnet sich ein globaler Trend zu grüneren PCs ab“, so Herwig Schuster, Chemieexperte von Greenpeace. "Acer und Lenovo - zwei der größten Hersteller - haben sich verpflichtet, bei der Produktion auf die gefährlichsten Chemikalien zu verzichten.“ Nokia hat den Spitzenplatz inne, dank der strengen Auflagen des Unternehmens zur Verwendung von Risiko-Chemikalien und Entsorgung von Elektronikschrott. Nokia will in absehbarer Zeit auch PVC zur Gänze aus Produkten verbannen.

In scharfem Gegensatz zu Nokia steht Apple. Seit der letzten Untersuchung gibt es hier keinerlei Verbesserung. Motorola hingegen ist der Shooting-Star: Beim letzten Mal noch am vorletzten Platz zu finden, steht das Unternehmen nun an der viertbesten Stelle.

In Laptops von HP konnte Greenpeace im September decaBDE nachweisen - problematische, bromierte Flammschutzmittel. HP reagierte darauf unmittelbar und veröffentlichte nach eingehenden Untersuchungen eine Erklärung, warum dies passieren konnte, sowie detaillierte Informationen, wie dieses Problem in Zukunft vermieden würde.

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