Das sollten Google- & Facebook-Nutzer jetzt machen

Akuter Handlungsbedarf

Das sollten Google- & Facebook-Nutzer jetzt machen

Experte sieht akuten Handlungsbedarf bei allen, die die Dienste der beiden Internet-Riesen nutzen.

Auch wenn der Rohölpreis gerade von einem Jahreshoch zum nächsten eilt, handelt es sich hierbei um eine „Währung“ mit Ablaufdatum. Denn der Spruch „Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts“ gewinnt jedes Jahr noch stärker an Bedeutung. Wobei insbesondere die bekannten Datenkraken, hier vor allem  Facebook  und  Google , vom digitalen Boom profitieren. Durch die Corona-Pandemie haben sich deren Informationsspeicher weiter gefüllt. 

Corona als Beschleuniger

Denn die Verbraucher setzen immer mehr auf digitale Dienste: beim Bezahlen an der Kasse oder im Internet, bei der Nutzung von Ausweisdokumenten wie dem digitalen Impfpass oder beim Navigieren durch die Stadt. Dreh- und Angelpunkt aller Aktivitäten ist das Smartphone, das mit seinen Möglichkeiten punktet, aber auch Unmengen an Daten ungefragt sammelt. Thomas Uhlemann, Experte beim Sicherheitsspezialisten ESET, hat sich nun einmal genau angesehen, welche Nutzerdaten Facebook und Google tatsächlich speichern. Da gibt es durchaus einige Überraschungen.

Zum Glück ist man den Datenkraken jedoch nicht komplett ausgeliefert. Denn Uhlemann gibt Tipps, wie sich Anwender verhalten sollten, um ihre persönlichen Daten möglichst gut zu schützen. Das sollten nun alle Nutzer machen.

Facebook

Bei Facebook sind die Informationen sehr umfangreich und persönlich: Alles, was die Nutzer auf der Plattform machen, werde aufgezeichnet und gespeichert. Dazu zielen Profilinformationen, Likes, Fotos, Posts und vieles mehr. Überraschen könnte es manche, dass auch sämtliche Nachrichten des Messengers, Zahlungsinformationen und -historie, Aufenthaltsorte, Werbeeinstellungen und der Facebook-Suchverlauf enthalten sind. Oft wird einem erst bei einer solchen Aufzählung bewusst, wie umfangreich die Informationen sind, die man in sozialen Netzwerken bereitwillig zur Verfügung stellt.

© ESET
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Übersicht der angeforderten Daten von Facebook und Google 
 

Google

Bei Google war Uhlemann nicht überrascht aber erstaunt darüber, wie viele Daten in unterschiedlichsten Kategorien über ihn erhoben werden. Man muss dazu sagen, dass der ESET-Experte sowohl Google Dienste als auch Android-Smartphones nutze. Dort kommen erwartbare Informationen wie die eigenen Fotos und Google Drive Inhalte, aber auch kuriose, wie etwa alte Google+ Daten, Käufe und Reservierungen, Einkaufslisten oder Mails zusammen. Auch sein smartes Heimnetz, inklusive des Namens der Glühlampe sowie sein Standortverlauf mit einer Genauigkeit von teilweise zwei Metern, sind Google ebenfalls bekannt. Damit dürfte der IT-Riese bei einigen Nutzern sogar wissen, wenn diese am Klo sitzen.

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Google weiß exakt über das Heimnetz Bescheid
 

„Das neue Zeitalter ist digital. Kaum ein Online-Dienst kann es sich erlauben, keine Daten zu sammeln. Diese Informationen sind ein elementarer Baustein des Geschäftserfolgs einiger Tech-Giganten“, betont der ESET-Experte. „Bei einem durchschnittlichen Smartphone-Nutzer fielen bereits 2019 eine mittlere zweistellige Gigabyte-Menge an Daten an. Die Informationen können Standortdaten, Kontakte, lokale Netzwerkinformationen oder Sensordaten beinhalten.“

Fünf Tipps für mehr Sicherheit der Daten

Wer den Datenkraken nicht alles preisgeben will, sollte sich an die Experten-Tipps halten und Folgendes machen:

  • Datensparsamkeit: Wenn man nicht will, dass persönlichen Daten in die Hände von Unternehmen geraten, sollte man bei der Preisgabe dieser Informationen im Netz vorsichtig sein. Eigenverantwortung spiele beim Datenschutz eine wichtige Rolle.
     
  • Vorsicht bei unverschlüsselter Kommunikation: Unverschlüsselte Kommunikation über das Internet kann potentiell von anderen abgefangen und gelesen werden. Internet-Nutzer sollten für die Übermittlung sensibler Informationen besser verschlüsselte Kommunikationskanäle verwenden.
     
  • Privatsphäreeinstellungen nutzen: Mit den Privatsphäreeinstellungen in sozialen Netzwerken können die Nutzer steuern, wer welche Informationen von ohnen einsehen kann und zur weiteren Verarbeitung erhält.
     
  • Berechtigungen von Apps beschränken: Apps sollten vor der Installation genau und geprüft werden. Außerdem sollten die Nutzer den Anwendungen nicht zu viele Rechte einräumen. Im Zweifel sollte man überhaupt besser von einer Installation absehen.
     
  • Sicherheitslösung einsetzen: Ob Smartphone, Tablet oder Computer: Eine moderne Sicherheitslösung sollte installiert sein. Neben einem zuverlässigen Schutz vor Schadprogrammen muss die Securitysoftware auch einen umfassenden Spam und Phishing-Schutz bieten.

Externer Link

Uhlemanns gesamte Auswertung „Hungrige Datenkraken - Welche Daten sammeln Facebook & Co. über uns?“ können Sie hier nachlesen.



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