EURO 2016: 1 Bildschirm reicht nicht

Heimische Studie

EURO 2016: 1 Bildschirm reicht nicht

Bei der Fußball-EM geht der Trend ganz klar in Richtung Second Screen.

Nachdem zuletzt bereits eine Analyse ans Licht brachte, dass heimische iPhone-User größere Fußballfans sind als ihre Android-Pendants, gibt nun eine weitere Analyse interessante Einblicke in das Technik-Verhalten heimischer EURO-2016-Zuseher. So geben noch immer 96 Prozent der Österreicher an, dass sie Großereignisse wie die bevorstehende Fußball-EM primär am Fernseher verfolgen, aber die zweiten und dritten Bildschirme werden bei dieser EM so wichtig wie nie sein.

Parallele Nutzung
Eine aktuelle EM-Umfrage, die Marketagent.com im Auftrag von Media Markt durchgeführt hat, zeigt, dass 20 Prozent der österreichischen Männer, die die Europameisterschaftsspiele heuer schauen werden, parallel zum Match Online-Medien verfolgen. Fast jeder Fünfte wird parallel "facebooken" und jeder Siebte wird über WhatsApp oder Facebook mit Freunden und Bekannten chatten. Gerade die Jungen wollen Information auf allen Kanälen geleichzeitig: Bei den 18- bis 29-Jährigen ist schon fast jeder Vierte parallel zum Fußball-Schauen mit Online-Chatten beschäftigt.

Second Screen ist bereite Normalität
Florian Gietl aus der Geschäftsführung von Media Markt Österreich analysiert: „Das Phänomen Second Screen, also die parallele Nutzung von mehreren Bildschirmen und Medieninhalten, ist mittlerweile ein immer gewohnteres Bild: Man sitzt mit Tablet oder Smartphone vor dem Fernseher, chattet und postet persönliche Updates. Gerade beim so emotionalen Thema Fußball ist das Bedürfnis nach Austausch und noch mehr Info riesig.“

Frauen sind zurückhaltender
Bei den Frauen ist der Trend nicht so ausgeprägt wie bei den Männern. Nur 6 Prozent chatten zeitgleich zur Fußball-TV-Übertragung. Immerhin jede Zehnte liest und postet aber Facebook-Updates. „Ich vermute, dass die Frauen hier zurückhaltender sind, weil das Thema Fußball für sie weniger emotional ist. Nicht weil sie sich weniger gerne austauschen als Männer“, analysiert Gietl mit Augenzwinkern.  

Fazit
In den letzten Wochen vor dem Start der Fußball-EM dürfen sich die heimischen Elektronikgeschäfte wohl auf einen Ansturm gefasst machen. Denn wie die Studie zeigt, werden neben Fernsehern auch viele neue Smartphones und Tablets über die Ladentische gehen. Schließlich wollen die Fans für das Großereignis bestens gerüstet sein.



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