Facebook erfindet sich neu

Auffrischung

Facebook erfindet sich neu

Facebook kämpft gegen Konkurrenten und stellt neue Funktionen vor.

Facebook hat schon mehr als 800 Millionen Nutzer, die Hälfte davon steigt täglich ein. Aber: In den letzten Wochen wurde das weltweit größte soziale Netzwerk frontal vom Google-Konzern angegriffen, der mit von Google+ ein ähnliches Programm gestartet hat, über das man mit Freunden über das Internet in Kontakt bleiben kann.

Diashow: Fotos vom neuen Facebook

Fotos vom neuen Facebook

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    Doch in der Nacht auf Freitag präsentierte der junge Facebook-Chef Mark Zuckerberg (27) Facebook neu. Von tosendem Applaus begleitet stellte er das neue Konzept „Timeline“ vor.

    Aus für Pinnwand, jetzt kommt die neue „Timeline“
    Hinter dem kryptischen Namen (Deutsch: Zeitleiste) verbirgt sich die Idee, „die gesamte Geschichte eines Lebens auf nur einer einzigen Seite zu erzählen“, sagt Zuckerberg.

    Babyfotos, Homevideos oder Maturazeugnisse sollen – nach Tagen und Jahren organisiert – auf Facebook geladen werden. Diese neue Funktion ersetzt die bisherige Pinnwand, auf der Nutzer ihre Einträge schrieben. Start: in wenigen Wochen.

    Der Clou: Öffnet man das Profil eines Freundes, erscheint auf der rechten Seite eine chronologische Darstellung dessen Lebens. Man kann dann zum Beispiel alle Fotos aus dem Jahr 2009 abrufen.
    Erneuert wird nun auch der „News-Feed“ (bei uns: „Neueste Meldungen“). Wenn sich ein Mitglied einloggt, bekommt es nicht Hunderte Postings seiner Freunde zu lesen. Es werden von Facebook automatisch die wichtigsten („Top-Storys“) angezeigt.

    Alle Nutzer sehen, was auf meinem Bildschirm ist
    Eine kleine Revolution wird „Open Graph“. Mit dieser Applikation sieht man, was die eigenen Freunde gerade am PC machen – welche Musik sie hören, welche Filme sie sehen.

    Schon bald soll es dann Apps für jede Lebenssituation geben: So soll sichtbar werden, was ich gerade koche oder was ich lese.

    Auch der berühmte „I-­Like-Knopf“ wird weiterentwickelt. In Zukunft wird man nicht nur „gefällt mir“ anklicken können, sondern auch „gelesen“, „gehört“ oder „gesehen“. Big Brother für Einsteiger.

    Sicherheits-Experten schlagen Alarm: Facebook erfährt alles über die Kunden

    Datenschutz. Kaum wurde Facebook neu präsentiert kam die Welle der Entrüstung. Sogar bisherige Netzwerk-Fans gründeten auf Facebook eigene Plattformen gegen die neuen Funktionen. Und sie sind nicht alleine: Auch Datenschützer sehen eine große Gefahr.
    Grund: Facebook will damit alle Daten aus dem Privatleben der Nutzer ausforschen. Diese Informationen kann der Konzern dann an Werbekunden um viel Geld verkaufen (alles wird gläsern).

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