Facebook-Mutter Meta setzt mehr um als erwartet

Aktie steigt deutlich

Facebook-Mutter Meta setzt mehr um als erwartet

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Der Facebook-Mutterkonzern Meta Platforms geht für das laufende Quartal von überraschend guten Geschäften aus.

Der US-Konzern rechnet für Juli bis September mit einem Umsatz zwischen 32 und 34,5 Milliarden Dollar. Analysten erwarteten laut Refinitiv-Daten im Schnitt bisher hingegen nur 31,3 Milliarden.

Meta zufolge gibt es Anzeichen für ein verbessertes wirtschaftliches Umfeld, was zu höheren Werbe-Einnahmen führen dürfte. Meta-Aktien legten nachbörslich zunächst acht Prozent zu, gaben die Hälfte des Zuwachses im Verlauf aber wieder ab.

Meta erwartet allerdings auch steigende Ausgaben in diesem und im kommenden Jahr. Als Gründe nannte der Konzern Kosten für Rechtsstreitigkeiten und Investitionen in Infrastruktur, die im Wettlauf um die Führung bei der Entwicklung Künstlicher Intelligenz im Technologiesektor als entscheidend gelten.

Schon im abgelaufenen Quartal stieg der Umsatz deutlicher als gedacht. Laut Meta gab es einen Zuwachs von elf Prozent auf 32 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt 31,12 Milliarden erwartet.

"Weiterhin ein starkes Engagement bei unseren Apps"

"Wir sehen weiterhin ein starkes Engagement bei unseren Apps und wir haben die aufregendsten Pläne, die ich seit langem gesehen habe", sagte Meta-Chef Mark Zuckerberg. Er verwies auf das KI-Sprachprogramm Llama 2, den Twitter-Konkurrenten Threads, Reels, den Start des Spiels Quest 3 im Herbst sowie weitere KI-Anwendungen.

Erst vor einigen Wochen hatte Meta mit der Vorstellung des "Twitter-Killers" Threads für Furore gesorgt. Der Kurznachrichtendienst knackte binnen Tagen die Marke von 100 Millionen Nutzern. Shanna Strauss-Frank, Börsenexpertin bei der Investmentgesellschaft Freedom Finance, bezweifelte allerdings, dass dies Meta einen nachhaltigen Schub verleihen kann. "Threads muss zuerst ein greifbares Wachstum und Rentabilität nachweisen können." Dem Datenanbieter Sensor Tower zufolge sinkt die Verweildauer der Nutzer bereits. Bei Twitter, der mittlerweile X heißt, sei seit dem Start von Threads Anfang des Monats keine Änderung des Verhaltens zu beobachten.

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