Neues A1-Smartphone

Günstiges Android-Gerät

Neues A1-Smartphone "Alpha" im Test

Wie berichtet, hat A1 seit wenigen Tagen ein neues Smartphone unter eigener Marke im Programm. Der Nachfolger des „Smart N9“ ist in Kombination mit allen A1 Go!- sowie Xcite-Tarifen um 0 Euro zu haben. Das Gerät konkurriert also mit Budget-Smartphones anderer Hersteller. Wir haben uns in den vergangenen zwei Wochen angesehen, was das neue A1 Alpha kann.

a1-smartphone-alpha-test-m.jpg © oe24.at/digital Nur 8,1 mm dick - der rote Ein/Aus-Knopf sticht sofort ins Auge.

Erster Eindruck

Natürlich hat A1 das Smartphone nicht selbst entwickelt. Laut dem Mobilfunker waren jedoch eigene Experten bei der Entwicklung mit dabei. Sieht man sich die Spezifikationen und die Optik genauer an, findet man schnell heraus, dass sich A1 den Smartphone-Profi ZTE ins Boot geholt hat. Das A1 Alpha ist technisch weitestgehend mit dem Blade V10 Vita identisch. Optisch kommt es sehr modern rüber. Das 6,26 Zoll große Display nimmt fast die gesamte Vorderseite ein. In der mittig platzierten „Regentropfen-Notch“ sitzt die Frontkamera. An der rechten Seite finden sich der rote Ein-/Ausschalter sowie die beiden Tasten für die Lautstärkenregelung. Hinten sind die Hauptkamera und der Fingerabdrucksensor verbaut. Letzterer funktionierte im Test übrigens flott und zuverlässig. Trotz des großen Displays liegt das 157,1 x 75,8 x 8,1 mm große A1-Smartphone gut in der Hand. Dank des in dieser Preisklasse gesetzten Plastikgehäuses bringt es mit 150 Gramm auch nicht allzu viel Gewicht auf die Waage. Die Verarbeitung kann sich durchaus sehen lassen. Ein ZTE-Logo sucht man übrigens vergeblich. Das Gerät wird natürlich unter dem A1-Branding vermarktet, was optisch durch das Logo unter dem Fingerabdrucksensor sichtbar wird. Dass an der Oberseite ein herkömmlicher Klinkenstecker (3,5mm) verbaut ist, haben wir als sehr positiv wahrgenommen.

a1-smartphone-alpha-test-m3.jpg © oe24.at/digital Display mit guter Darstellungsqulität, 3,5mm-Klinke an der Oberseite.

Display, Performance und Akku

Von einem Budget-Gerät, das mit Smartphones aus der Preisklasse zwischen 150 und 200 Euro konkurriert, darf man sich natürlich keine Wunder erwarten. Mit 1.000 Euro teuren Flaggschiff-Geräten wie Galaxy S10, P30 Pro oder iPhone Xs kann und will das A1 Alpha gar nicht mithalten. In seinem Segment liefert es jedoch eine sehr ordentliche Vorstellung ab. Der Touchscreen setzt auf ein IPS-Panel mit HD-Auflösung (1.520 x 720 Px). Die Darstellungsqualität, der Kontrast und die Farbtreue sind sehr gut. Lediglich bei direkter Sonneneinstrahlung würde man sich etwas mehr Helligkeit wünschen. Als Antrieb kommt ein Achtkernprozessor von Unsisoc zum Einsatz, der auf ordentliche 3 GB RAM zurückgreifen kann. Damit gestaltet sich der Alltagsbetrieb völlig problemfrei. Apps werden schnell geöffnet, der Aufbau von Internetseiten geht flott von der Hand und im überschaubaren Rahmen funktioniert auch Multitasking ganz ordentlich. Grafisch anspruchsvolle Spiele darf man dem A1 Alpha jedoch nicht zumuten. Dafür ist es einfach nicht ausgelegt. Kleine Games für Zwischendurch stellen jedoch kein Problem dar. Dass der interne Speicher von 64 GB per microSD-Karte erweitert werden kann, ist lobenswert. Und die Laufzeit des 3.200 mAh Akkus liegt sogar deutlich über dem Klassenschnitt. Hier machen sich die insgesamt geringe Auflösung und Rechenleistung äußerst positiv bemerkbar. Wir mussten das A1 Alpha immer erst nach zwei Tagen aufladen, ohne das Smartphone dabei zu schonen. Da das Gerät aber nur über einen microUSB-Anschluss statt eines USB-C-Slots verfügt, dauert eine Vollladung etwas länger. Die restliche Ausstattung (LTE, WLAN n, Bluetooth 4.2, NFC und GPS) entspricht wiederum der Preisklasse.

a1-smartphone-alpha-test-m2.jpg © oe24.at/digital Dual-Kamera mit Top-Qualität bei gutem Licht und manueller Einstellungsmöglichkeit.

Kameras

Als Hauptkamera ist eine Dual-Cam inklusive LED-Blitz installiert. Sie setzt sich aus einem 13 MP Hauptobjektiv und einem 2 MP-Teleobjektiv zusammen. Letzteres bietet Tiefenerkennung und ermöglicht somit auch Aufnahmen mit Bokeh-Effekt. Bei aktuellen Top-Smartphones kommt der verschwommene Hintergrund zwar merklich ausgeprägter rüber, erkennbar ist er aber auch hier. Überhaupt macht das Smartphone bei guten Lichtverhältnissen sehr gute Fotos und Videos. Bei schlechtem Licht oder gar in der Dunkelheit stößt es jedoch schnell an seine Grenzen. Hier macht sich der Preisunterschied dann doch stark bemerkbar. Dank dem hellen Blitz kann man aber zumindest Party-Schnappschüsse wagen. Diese sollte man sich aber besser nur am (vergleichsweise kleinen) Smartphone-Display ansehen. Positiv ist zu erwähnen, dass die Kamera-App einen manuellen Modus bietet. Hier kann man viele Einstellungen selbst konfigurieren, was die Ergebnisse teils deutlich verbessert. Für die 8 MP Frontkamera gilt das gleiche wie für die Dual-Cam: Bei guten Lichtverhältnissen sind die Aufnahmen absolut brauchbar, bei diffuser Umgebung reicht die Qualität nur für Schnappschüsse.

a1-smartphone-alpha-test-m4.jpg © oe24.at/digital Solide Ausstattung: 8-Kern-Chip, 64 GB ROM, 3 GB RAM und 6,26 Zoll Display.

Software, weitere Eindrücke und Zubehör

Als Betriebssystem kommt Andoid 9 „Pie“ zum Einsatz. Hier hat A1 zu vielen Billig-Gegnern einen großen Vorteil. Die Google-Software kommt nämlich nahezu unverändert daher. Die oftmals vorinstalliert Bloatware spart sich der Mobilfunkanbieter ebenfalls fast komplett. Lediglich der Musikstreamingdienst Xplore Music und die hauseigene Service-App ("Mein A1") sind vorinstalliert. An der Sprachqualität gibt es nichts auszusetzen. Anrufer und Empfänger sind gut hörbar. Die integrierte Freisprechfunktion per Lautsprecher funktioniert nur in ruhiger Umgebung gut. Dafür kann der Mono-Lautsprecher bei der Lautstärke (Musik, Videos, etc.) punkten. Die Klangqualität selbst ist wie bei allen Geräten dieser Klasse nicht allzu berauschend. Hier gibt es jedoch günstige Abhilfe: A1 hat uns zum Test auch kabellose In-Ear-Kopfhörer der Marke Urbanista ("Stockholm True Wireless"; ca. 90 Euro) zur Verfügung gestellt. Diese lieferten eine überzeugende Performance ab, sind (im A1-Shop) jedoch extra zu bezahlen. Neben der Musik-Wiedergabe kann man sie auch als Freisprecheinrichtung verwenden. Bedient werden sie über Touch-Eingabe oder per Sprachsteuerung. Da im Case ein Akku integriert ist, können sie auch unterwegs aufgeladen werden und ermöglichen somit stundenlangen Muikgenuss.

urbanista-in-ear-960.jpg © oe24.at/digital Kabellose In-Ear-Kophörer als empfehlenswertes Extra.

Fazit

Mit dem A1 Alpha hat A1 eine eigene Alternative zu günstigen Smartphones im Programm. Im Gegensatz zum Vorgänger kann es mit der direkten Konkurrenz locker mithalten und übertrifft sie in manchen Belangen (Akkuleistung, Software, etc.) sogar. Wer also bei A1 ein „0-Euro“-Smartphone mit günstigem Tarif sucht, dabei aber nicht auf billige Modelle von Marken wie Huawei, ZTE, Sony, LG oder Samsung greifen will, hat mit dem A1 Alpha nun eine solide Alternative mit eigenständigem Logo zur Wahl.

>>>Nachlesen:  A1 greift mit eigenem Smartphone an

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