HTC One M9 im oe24.at-Test

Marken-Flaggschiff

HTC One M9 im oe24.at-Test

Top-Smartphone geht gegen iPhone 6 und Galaxy S6 ins Rennen.

Mit seinem taufrischen Flaggschiff will auch HTC im harten Wettstreit bei den Top-Smartphones mitmischen. Zu den Gegnern des One M9 zählen neben dem iPhone 6 auch Android-Kapazunder wie das Galaxy S6 , das G Flex 2 oder das Xperia Z3 bzw. Z4 (um nur einige zu nennen). Damit das angestrebte Ziel auch gelingt, wurde der Nachfolger des One M8 auf den neuesten Stand gebracht. Wie sich das Gerät im Alltag schlägt, konnten wir in den vergangenen beiden Wochen ausgiebig testen. Die Eindrücke lesen Sie in den folgenden Absätzen.

Diashow: Fotos vom Test des HTC One M9

Wie beim Vorgänger (One M8), vertraut der taiwanesische Hersteller auf ein 5-Zoll-Display mit Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080).

Der essentielle, gleichbleibende Part von HTCs M-Modellen ist das hochwertige Unibody-Gehäuse, das aus...

...einem Block gefräst wird. Auf den ersten Blick ist das One M9 kaum von seinem Vorgänger zu unterscheiden. Erst bei...

...genauerem Hinsehen fallen die kleinen aber feinen Details auf. So wurde das hochwertige Gehäuse etwas...

...rundlicher und flacher, weshalb es besser in der Hand liegt.

Zudem fällt die Struktur des Aluminiums nun markanter aus, was...

...das Smartphone je nach Lichteinfall in unterschiedlichen Farbtönen glänzen lässt – das hat schon was.

Die seitlichen Tasten hinterlassen ebenfalls einen hochwertigen Eindruck.

Am Sperrbildschirm werden alle versäumten Ereignisse übersichtlich angezeigt.

Das Display des One M9 liefert gestochen scharfe Bilder, einen hohen Kontrast und realitätsgetreue Farben.

Wenn man vom oberen Rand nach unten wischt, öffnet sich ein Menü mit Schnellzugriffen.

Der "Explorer", der alle geöffneten Anwendungen anzeigt, ist HTC grafisch besonders gut gelungen.

Die neue 20 MP Hauptkamera konnte im Test nicht überzeugen. Ein mittlerweile verfügbares Update soll das Problem jedoch beseitigt haben.

Edles Gehäuse ohne Wow-Effekt
Der essentielle, gleichbleibende Part von HTCs M-Modellen wurde mit der Vorstellung des M7 erstmals eingeführt. Seither wird die Hochwertigkeit der Geräte vor allem über das aus einem Block gefrästen Aluminium-Unibody-Gehäuse definiert. Während der Design-Sprung vom One M7 zum M8 noch ein großer war, sieht das beim neuen Flaggschiff anders aus. Auf den ersten Blick ist das One M9 kaum von seinem Vorgänger zu unterscheiden. Erst bei genauerem Hinsehen fallen die kleinen aber feinen Details auf. So wurde das hochwertige Gehäuse etwas rundlicher und flacher, weshalb es besser in der Hand liegt. Zudem fällt die Struktur des Aluminiums nun markanter aus, was das Smartphone je nach Lichteinfall in unterschiedlichen Farbtönen glänzen lässt – das hat schon was. Zum Start ist es übrigens in Silber und Grau zu  haben. Eine goldene Version wird etwas später nachgereicht. Den größten optischen Unterschied zum M8 findet man auf der Rückseite. Hier ist die Form der Hauptkamera nun eckig statt rund gestaltet. Mit dem One M9 zeigt HTC also einmal mehr, dass die Firma extrem edle Smartphones bauen kann. Doch dieses Mal fehlt der gewisse „Wow“-Moment etwas. Sozusagen das Besondere, was das Herz höher schlagen lässt. Neutral betrachtet, kann man der Qualität und dem Design jedoch nichts vorwerfen.

Display, Performance und Ausstattung
Wie beim Vorgänger, vertraut der taiwanesische Hersteller auf ein 5-Zoll-Display mit Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080). Somit hat man sich nicht auf das Pixel-Rennen mit Samsung eingelassen, das beim Galaxy S6 auf eine Quad-HD-Auflösung setzt. Doch das spielt keine entscheidende Rolle, denn auch das HTC-Display liefert gestochen scharfe Bilder, einen hohen Kontrast und realitätsgetreue Farben. Nur bei der Helligkeit kommt es nicht ganz mit. Deshalb ist es bei direkter Sonneneinstrahlung auch nicht ganz so gut ablesbar wie das Samsung-Gerät. An der Performance gibt es nichts auszusetzen. Kein Wunder, schließlich kommt der superschnelle Achtkern-Prozessor Snapdragon 810 von Qualcomm zum Einsatz, der auf üppige 3 GB RAM zugreifen kann. Internetseiten werden schnell geladen, Multitasking stellt keinerlei Probleme dar und auch Befehlseingaben werden im Nu umgesetzt. Darüber hinaus laufen auch grafisch anspruchsvolle Spiele ohne Ruckeln. Wenn dem Gerät aber die volle Performance abverlangt wird, wird es ziemlich warm – schon fast heiß. Positiv hervorzuheben ist, dass es der Hersteller trotz hochwertigem Gehäuse schafft, einen Slot für microSD-Karten zu integrieren. Dank diesem kann der interne Speicher von 32 GB problemlos um bis zu 128 GB erweitert werden. Beim iPhone 6 oder Galaxy S6 ist das nicht möglich. Darüber hinaus sorgen die zwei nach vorne gerichteten Lautsprecher für einen beeindruckenden Klang. Da macht das Ansehen von Videos auch ohne Headset oder gekoppelte externe Lautsprecher Laune. In diesem Punkt kann derzeit kein anderes Smartphone mit dem HTC-Flaggschiff mithalten. Die restlichen  Features wie LTE, WLAN ac, Bluetooth 4.1, NFC und GPS sind bei Geräten dieser Klasse ohnehin ein absolutes Muss. Eine solide Leistung liefert der 2.900 mAh Akku ab. Wie bei allen Geräten hängt die Laufzeit zwar stark vom jeweiligen Einsatzgebiet ab, im harten Testalltag hielt das One M9 jedenfalls durchschnittlich zwei Tage durch.

Kameras
Bei der Hauptkamera läutet HTC einen Strategie-Wechsel ein. Während beim M8 noch die 4 MP „Ultrapixel“-Kamera zum Einsatz kam, vertrauen die Taiwaner beim M9 auf eine klassische 20 MP Kamera mit Dual-LED-Blitz. Viele User klagten darüber, dass die Ultrapixel-Technik eigentlich nur bei schlechten Lichtverhältnissen punkten konnte. Bei normalen Bedingungen konnte die Qualität der Fotos mit jenen der Konkurrenz nicht mithalten. Doch alle, die nun in Jubelstürme ausbrechen, sollten das besser unterlassen. Denn im Test konnte die neue 20 MP Kamera nicht überzeugen. Die Fotos beginnen schnell zu rauschen und sind auch ansonsten nicht von übermäßiger Qualität. Wenn man sich da die Ergebnisse des Galaxy S6 ansieht, liegen Welten zwischen der gebotenen Qualität. Und auch das iPhone 6 und das Xperia Z3 erzielten in unseren Tests ein deutlich besseres Ergebnis. Mittlerweile stellt HTC zwar ein Software-Update zur Verfügung, mit dem nun deutlich bessere Fotos gelingen sollen, doch dieses stand im Testzeitraum leider noch nicht bereit. Vielleicht bekommen wir noch einmal die Chance, eine upgedatete Version des M9 zu testen. Die Frontkamera verfügt hingegen über die hauseigene „Ultrapixel“-Technologie und konnte uns deutlich mehr überzeugen, da Selfies selbst bei schlechten Lichtverhältnissen wirklich gut werden. Und auch bei Videotelefonaten liefert sie eine tadellose Qualität ab.

Software
Als Betriebssystem kommt Android 5.0 „Lollipop“ zum Einsatz. Darüber liegt HTCs Oberfläche „Sense“ in der Version 7. Letztere wurde etwas entschlankt und erinnert nun stärker an das reine Android. Der bewährte Blinkfeed, der sich an die persönlichen Vorlieben anpassen lässt und so alle nutzerrelevanten Infos übersichtlich und stets auf dem neuesten Stand am Startbildschirm anzeigt, ist natürlich nach wie vor verfügbar. Wer ihn nicht nutzen will, wird aber nicht dazu gezwungen. Ist der Blinkfeed aber einmal nach Wunsch eingerichtet, will man ihn nicht mehr missen. Darüber hinaus bietet HTC noch einige weitere praktische Funktionen an.

Fazit
Bei der Technik und der Optik kann man dem 144,6 x 69,7 x 9,61 Millimeter großen und 157 Gramm schweren HTC One M9 nicht viel vorwerfen. Die Ausstattung ist auf Höhe der Zeit und das Unibody-Gehäuse sieht gut aus und fühlt sich hervorragend an. Doch während Apple und Samsung bei ihren neuen Flaggschiffen das Design radikal verändert haben, hat sich beim One M9 im Vergleich zum Vorgänger kaum etwas verändert. Die kleinen Unterschiede dürften nur echten HTC-Fans auffallen. Dies könnte einige Kunden vom Kauf bzw. Umstieg abhalten. Denn mit einem Preis von 749 Euro ist das Gerät nicht gerade günstig. Den kaum schlechteren Vorgänger gibt es mittlerweile bereits für unter 400 Euro. Darüber hinaus konnte auch die Hauptkamera nicht so richtig überzeugen. Doch dieses Problem will HTC mit einer neuen Software mittlerweile in den Griff bekommen haben. Größter Gegner könnte aber das kürzlich vorgestellte One M8s werden. Diese deutlich aufgefrischte Version (neue Kamera, schnellerer Prozessor, gleiches Display wie das M9, etc) des Vorgängers kommt noch im April um vergleichsweise günstige 499 Euro in den Handel. Aufgrund dieser überraschenden Konkurrenz aus eigenem Haus dürften potenzielle M9-Interessanten noch stärker ins Grübeln kommen.

>>>Nachlesen: Samsung Galaxy S6 Edge im großen Test

Diashow: Fotos vom Test des Galaxy S6 Edge

Mit dem Galaxy S6 Edge baut Samsung endlich wieder ein Smartphone, das einen "Will-ich-haben-Refelx" auslöst. Gründe dafür gibt es viele. Am meisten...

...machen natürlich das schicke Design und das edle Gehäuse aus. Die Rückseite besteht aus extrem hartem Gorilla Glass. Highlight...

...des S6 Edge ist natürlich sein abgerundetes Display. Die Seitenleiste hat auch einen Zweck. Nutzer können sie...

...beispielsweise mit fünf VIP-Kontakten verknüpfen, von denen jeder eine eigene Farbe hat.

Dank der planen Rückseite und dem abgeschrägten Display wirkt das Smartphone noch flacher als es ohnehin ist (7 mm).

Das Gerät liegt extrem gut in der Hand, fühlt sich hochwertig an und bringt auch nicht zu viel Gewicht (132g) auf die Waage. Doch das schicke Gehäuse hat...

...auch Nachteile. So ist der Akku nicht wechselbar und einen Slot für microSD-Karten (zur Speichererweiterung) gibt es auch nicht.

Und auch der an der Unterseite angebrachte Klinkenstecker ist nicht sehr praktisch. An der Oberseite wäre er besser aufgehoben. Ansonsten gibt es aber nichts zu bemängeln.

Am Sperrbildschirm werden alle Neuigkeiten eingeblendet. Wer will, kann das Galaxy S6 Edge per Fingerabdruck....

...entsperren. Der Sensor sitzt im Home-Button. Im Gegensatz zum S5 (hier musste man noch streichen) reicht es nun, den Finger einfach darauf zu legen. Das ist deutlich praktischer.

Das Quad-HD-Display ist einfach eine Wucht. Neben der Schärfe und den satten Farben überzeugt es vor allem mit einer beeindruckenden Helligkeit.

Selbst beim Zoomen bleiben die Inhalte extrem scharf und vorbildlich abzulesen.

Auch die virtuelle Tastatur verdient ein Lob. Das gilt sowohl im Hoch-...

wie auch im Querformat. Alle Buchstaben und Zeichen sind perfekt erreichbar.

Wischt man von oben nach unten öffnet sich das Menü mit den wichtigsten Schnelleinstellungen und allen Benachrichtigungen.

Auch jene Ansicht, in der alle offenen Programme und Apps angezeigt werden, ist sehr übersichtlich. Bei Bedarf kann man alle Anwendungen mit nur einem Klick schließen.

Im Galaxy Store gibt es - neben jenen von Google Play - noch zahlreiche Samsung-eigene Apps.

Das S6 Edge setzt auch mit seiner 16-MP-Hauptkamera ein Ausrufezeichen. Sie markiert aufgrund ihrer hervorragenden Aufnahmen eindeutig die neue Benchmark bei Smartphone-Kameras.

Das Pad für kabelloses Aufladen sieht mit seiner Ufo-Form zwar schick aus, ist aber kein Muss. Der Ladevorgang dauert lange und das Gerät strahlt viel Wärme ab.

Hier ist das Galaxy S6 mit einem seiner härtesten Android-Gegnern, dem HTC One M9, zu sehen. Beide Geräte sind extrem hochwertig, beim Design punktet aber das Samsung-Smartphone. Auch deshalb,...

...weil es deutlich flacher ausfällt. Leider lässt sich Samsung sein neues Flaggschiff auch teuer bezahlen. Die günstigste Version (32 GB) des Galaxy S6 Edge kostet stolze 849 Euro (UVP).

>>>Nachlesen: Gebogenes Smartphone im oe24-Test

Diashow: Fotos vom Test des LG G Flex 2

Das G Flex 2 wirkt mit seiner cleanen Front ziemlich chic. LG verzichtet nämlich weitestgehend auf mechanische Tasten.

Einschaltknopf und eine Wipp-Taste sind auf der Rückseite – unterhalb der Kamera – versteckt. Dort liegen sie gut in der Hand.

Die starke Biegung macht das G Flex 2 zu einem echten Hingucker. Die abnehmbare Abdeckung verfügt über ein spezielles Material,...

...das kleine Kratzer von selbst heilt. Leider fühlt sich die Rückseite dadurch nicht sonderlich hochwertig an und wirkt auch etwas speckig.

In Sachen Performance und Display gibt es hingegen keinerlei Kritikpunkte. Hier kann das gebogene Smartphone mit anderen Top-Geräten locker mithalten.

Beim Betriebssystem setzt LG auf Android 5.0 „Lollipop“, über das die eigene Benutzeroberfläche gelegt wird. Diese bietet auch einige nützliche Funktionen wie den übersichtlichen Task Manager.

Wischt man von oben nach unten erscheint ein Menü mit den wichtigsten Schnelleinstellungen. Ein weiterer...

...Klick genügt und der Nutzer kommt zu allen Einstellungen. Auch diese sind sehr übersichtlich aufbereitet.



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