Samsung Galaxy S20 FE im oe24-Test

Neuzugang der Modellreihe

Samsung Galaxy S20 FE im oe24-Test

Wir haben uns angesehen, was die Fan Edition der Modellreihe im Alltag kann.

Wie berichtet, hat Samsung seine  Galaxy-S20-Reihe  unlängst um ein viertes Modell erweitert. Bei dessen Entwicklung hat sich der größte Smartphone-Hersteller der Welt an Kundenwünschen orientiert. Wir konnten das  Galaxy S20 Fan Edition (FE)  in den letzten beiden Wochen testen. Wie es sich dabei geschlagen hat, lesen Sie in den folgenden Absätzen.

© oe24.at/digital

Erster Eindruck

Obwohl das Galaxy S20 FE das neue Einstiegsmodell in die S20-Reihe markiert, bietet es gegenüber dem normalen S20 einige Vorteile. So misst der OLED-Touchscreen des Newcomers 6,5 Zoll – also 0,3 Zoll mehr als beim Galaxy S20. Das Design wirkt modern und die Verarbeitung liegt auf hohem Niveau. Vorne reicht das Display fast über die gesamte Front, die Selfie-Cam ist in einem Display-Loch (Punchhole) integriert. Beim S20 FE verzichtet Samsung auf das gebogene Edge-Display. Hier ist der Bildschirm im geraden 2,5D-Design ausgeführt. Das kann bei der Bedienung sogar Vorteile bringen, da es zu keinen ungewollten Befehlseingaben kommt. Bei den Materialien wird auf der  Rückseite gespart. Diese besteht im Gegensatz zu seinen drei Brüdern, die auf Glas setzen, aus Kunststoff. Damit ist das S20 FE aber auch weniger anfällig für Fingerabdrücke. Positiv: Eine IP-68-Zertifizierung ist auch hier mit an Bord. Bei den Farben haben die Kunden sogar mehr Auswahl. Unser Testgerät war in mintgrün „lackiert“.

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Display, Performance und Akku

Die Auflösung ist mit 2400 x 1080 Pixel bei der Fan Edition etwas niedriger, denn die anderen drei Modelle lösen mit 3200 x 1440 Pixel auf. Dennoch ist die Darstellungsqualität sehr gut. Auch an der Helligkeit und der natürlichen Farbwiedergabe gibt es kaum etwas auszusetzen. Hier fallen die Unterschiede wirklich nur im direkten Vergleich auf. Und die extrem flüssige Bedienung ist dank 120-Hz- Bildwiederholungsrate auch beim S20 FE mit an Bord. Bei der getesteten LTE-Version kommt als Prozessor Samsungs hauseigener Exynos 990 zum Einsatz – bei der 5G-Version ist hingegen der Snapdragon 865 von Qualcomm an Bord. Der Arbeitsspeicher ist bei der Fan Edition nicht 8 oder wie beim S20 Ultra sogar 12 GB groß, sondern „nur“ 6 GB. Dennoch reicht die Leistung im Alltag völlig aus. Selbst Multitasking stellt für das Smartphone kein Problem dar. Lediglich bei grafikintensiven Games wird man Abstriche in Kauf nehmen müssen. Der interne Speicher von 128 GB ist ausreichend bemessen. Der 4.500 mAh Akku (500 mAh mehr als beim S20) kann über den USB C 2.0 (statt 3.1) Anschluss oder kabellos mit 15 Watt geladen werden. Die praktische Reverse Charge-Funktion ist ebenfalls an Bord. Im Test kamen wir mit einer Vollladung rund 1,5 Tage durch. Schnelles WLAN, Blutooth 5.1, NFC, im Display integrierter Fingerabdrucksensor sowie die volle Sensor- und Ortungsausstattung runden das stimmige Gesamtkonzept ab.

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Kamera

Bei der rückseitigen Kamera vertraut das S20 FE fast komplett auf die Ausstattung des normalen S20. So sind die Haupt- und Weitwinkelkamera mit je 12 Megapixel identisch. Die Telelinse mit festem 3-fach-Zoom hat aber nur 8 statt 64 MP. Ein viertes Modul (Tiefensensor) wie beim S20+ und S20 Ultra gibt es nicht. Dafür ist der optische Bildstabilisator sehr wohl mit an Bord. Insgesamt macht das Galaxy S20 FE sehr ordentliche Fotos und Videos. Selbst bei mäßigen Lichtverhältnissen bleibt die Qualität der Aufnahmen gut. Lediglich bei Weitwinkelaufnahmen kommt es am äußeren Rand zu leichten Verzerrungen. Hier hat uns das S20 Ultra mehr überzeugt – gleiches gilt auch für Nachtaufnahmen. Doch irgendwie muss der fast doppelt so hohe Preis ja gerechtfertigt werden. Der integrierte Verfolgungs-Autofokus erwies sich im Test als ziemlich praktisch. Dieser behält nämlich sich bewegende Objekte im Blick und stellt sie blitzschnell scharf. Für Selfie-Fans hat die Fan Edition sogar mehr zu bieten als das S20 und S20+, deren Frontkamera mit 10 MP auflöst. Beim S20 FE mit Weitwinkelobjektiv (80 Grad) sind es hingegen 32 MP, nur das Ultra bietet mit 40 MP noch etwas mehr.

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Software

Als Betriebssystem kommt Android 10 mit der Samsung-Nutzeroberfläche One UI 2.5 zum Einsatz. Ein zeitnahes Update auf Android 11 gilt als ziemlich sicher. Dank einer Kooperation mit Microsoft können Gamer auf Wunsch auch den Xbox Game Pass Ultimate zugreifen.

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Fazit

Mit dem Galaxy S20 FE erweitert Samsung seine S20-Reihe um ein Modell, bei dem einige Wünsche von Kunden umgesetzt wurden. Highlights sind das größere Display, die breite Farbpalette und die hervorragende Frontkamera. Bei den Materialien und der Ausstattung müssen zwar leichte Abstriche in Kauf genommen werden, doch dafür ist das S20 FE auch günstiger als seine Modellbrüder. Wer also derzeit auf der Suche nach einem sehr guten, aber nicht allzu teurem Android-Smartphone ist, macht mit dem Kauf des Galaxy S20 FE nichts falsch. In dem Preissegment tummeln sich aber auch viele Konkurrenten, die eine ähnliche Ausstattung bieten. Bei den günstigsten Online-Händlern gibt es die 128 GB Variante (LTE) ab 565 Euro.

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