In Wien gibt's nun Pizza aus dem Drucker

Innovativer Automat ist da

In Wien gibt's nun Pizza aus dem Drucker

"Let's Pizza"-Maschinen brauchen knapp drei Minuten bis zum fertigen Snack.

Nach  TortenNudeln  und Co. gibt es nun auch das italienische Nationalgericht schlechthin aus einer Art "3D-Drucker". Konkret ist von einer Pizza mit frischen Zutaten ohne menschlichen Handgriff und ohne lange Wartezeit die Rede: Das verspricht ein etwa zwei Meter langer, knallroter Automat mit der Aufschrift "Let's Pizza". Dieser hebt sich beim Konzept deutlich von ähnlichen Produkten ab, die bereits verfügbar sind (etwa im Wiener Prater). Unternehmer Leo Kohn will das ursprünglich aus Italien stammende Projekt nun auch den Österreichern schmackhaft machen. Konkrete Partner gibt es aber noch nicht, wie er am Dienstag bei der Präsentation in Wien sagte. 

Teuer Automat, günstige Pizza

"Wir wollen jetzt einmal die Promotion vorantreiben", räumte Kohn im APA-Gespräch ein. Interessenten gebe es durchaus, aber konkrete Abschlüsse noch nicht. Man sei erst in der Vorbereitungsphase, Wartungsverträge etwa müssten noch ausgearbeitet werden. Der Vertreiber hofft jedenfalls, dass die rund zwei Meter lange Maschine mit einem Stückpreis von 24.000 Euro bald in möglichst großer Zahl hierzulande sowie in Deutschland präsent sein wird. Der Automat ist also nicht gerade ein Schnäppchen, dafür sind die belegten Teigfladen günstig (siehe unten). Fixe Standorte gibt es noch nicht, vorstellen kann sich Kohn etwa Bahnhöfe oder Tankstellen. Auch für große Events soll man den Automaten mieten können.

© APA/GEORG HOCHMUTH

"Frische Pizza aus dem Drucker"

"Es ist nichts gefroren, alles ist frisch", schwärmte der Unternehmer über sein "Baby". Angepriesen wurde die Sache im Vorfeld als "frische Pizza aus dem Drucker". Damit hat die Maschine allerdings eher weniger zu tun. Wie funktioniert der Automat nun? Zuerst werden Mehl und Wasser zu einem Teig vermischt und geknetet, dann gepresst, Tomatensauce aufgetragen und - je nach Sortenauswahl - mit der schon vorbereiteten Zutatenmischung belegt. Zum Schluss wird der scheibenförmige Imbiss bei 380 Grad zu einer essbaren Flade fertiggebacken. Der gesamte Vorgang dauert keine drei Minuten, bei den Zubereitungsschritten kann der hungrige Kunde durch Glasfenster zuschauen.

Verschiedene Sorten ab 6,50 Euro

Zur Auswahl stehen etwa Salami, Speck oder Vier Käse. Zum Probieren gab es am Dienstag für Medienvertreter u.a. eine Variante mit Mozzarella und Schinken. Während der Käse schön geschmolzen war, konnte vor allem der Teig wegen mangelnder Knusprig- und Fluffigkeit keinesfalls mit einem Pendant aus dem Restaurant mithalten. Der Preis kann es allerdings beinahe: 6,50 Euro kostet eine Pizza mit rund 27 Zentimetern Durchmesser, die in einer Pappschachtel kredenzt wird.

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Nach 100 Pizzen muss Nachschub her

Bis zu 100 Pizzen können zubereitet werden, bis der Vollautomat Nachschub braucht. Möglich ist das eventuell auch durch die Konservierungsstoffe, die man bei genauem Blick auf der an der Maschine angebrachten Zutatenliste findet. Die täglich nötige Reinigung sei in rund zehn Minuten erledigt, hieß es. "Let's Pizza" gibt es schon in einigen europäischen Ländern wie etwa Großbritannien oder Kroatien.

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