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Microsoft beugt sich EU-Gericht

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Microsoft will enger mit EU-Wettbewerbshütern zusammenarbeiten - die verhängte Strafe von fast 500 Mio Euro bleibt bestehen.

Nach der Niederlage im Kartellstreit mit der EU-Kommission will Microsoft künftig enger mit den Brüsseler Wettbewerbshütern zusammenarbeiten. Der Konzern werde sich um bessere Beziehungen zur Kommission bemühen, sagte Microsoft-Anwalt Brad Smith am Montag in Brüssel. Zugleich äußerte er die Hoffnung, dass die Frage, wie der Konzern die EU-Auflagen erfüllen könne, schnell geklärt werde.

Das Urteil der Luxemburger Richter nannte Smith enttäuschend. Die Entscheidung werde sich auf neue Produkte des weltgrößten Software-Herstellers auswirken.

Das EU-Gericht Erster Instanz hatte am Morgen entschieden, dass die Wettbewerbshüter gegen das US-Unternehmen rechtmäßig eine Strafe von rund einer halben Milliarde Euro und Auflagen verhängt hatten. Microsoft habe seine marktbeherrschende Stellung zum Nachteil von Konkurrenz und Verbrauchern missbraucht. Die EU-Kommission hatte vor allem bemängelt, dass Microsoft das Multimedia-Abspielprogramm Media Player in sein Betriebssystem Windows integriert und Anbieter ähnlicher Programme damit aus dem Markt gedrängt hatte.

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