Netflix-Film verherrlicht Sexhandel und Vergewaltigung

Harte Kritik an "365 Tage"

Netflix-Film verherrlicht Sexhandel und Vergewaltigung

Streaming-Dienst erntet für "365 Tage" harsche Kritik - erste Forderungen den Streifen zu stoppen.

Mit dem neuen Streifen „365 Tage“ hat Netflix zwar wieder einmal einen Publikumsrenner gelandet, doch gleichzeitig erhitzt er auch die Gemüter. In britischen Medien wird der Film bereits als sexistischste und erniedrigendste Show, die der Streaming-Anbieter jemals ausgestrahlt hat, bezeichnet. Laut den Kritikern sollen bei 365 Tage Sexhandel und Vergewaltigung geradezu verherrlicht werden.

Entführung einer Geschäftsfrau

In der Serie geht es um die Geschichte der selbstbewussten GeschäftsfrauLaura, die von Mafiaboss Massimo Torricelli (in einem Urlaub auf Sizilien entführt und eingesperrt wird. Da der Film laut Kritikern ein furchterregendes Geschlechterbild transportiert, wundern sich viele, dass er in Zeiten der #metoo-Debatte überhaupt ausgestrahlt wird.

Sängerin fordert Stopp

Mittlerweile haben sich auch einige Stars zu Wort gemeldet. Grammy-Gewinnerin Duffy wendete sich in einem offenen Brief direkt an Netflix-Chef Reed Hastings. Dieser solle seinen weltweiten Einfluss verantwortungsbewusster nutzen. Sie halte die verharmlosende Darstellung der Entführung für extrem gefährlich. Laut der Sängerin stelle 365 Tage Sexhandel und Entführung als erotische Unterhaltung dar. Sie fordert den Film von der Plattform zu entfernen. Viele Netflix-Kunden sind ähnlicher Meinung. Auch sie finden, dass der Film Sexhandel und Vergewaltigung geradezu verherrliche.

Die renommierte Journalistin und Filmkritikerin Megan McGibney geht noch einen Schritt weiter. Laut ihr sei es beunruhigend, dass dieser Film überhaupt gedreht wurde.

Fazit

Netflix dürfte damit sein Ziel erreicht haben. Zum einen ist 365 Tage ein Quotenerfolg, zum anderen dürfte er aufgrund der Kritik und dem damit verbundenen Medieninteresse noch mehr Seher anlocken. Wie heißt es so schön? Auch schlechte PR ist PR.

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