Rekord: LTE auf über 2.600 Metern

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Rekord: LTE auf über 2.600 Metern

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Höchster LTE-Internetzugang in Österreich erfolgreich eingerichtet.

Gäste der international bekannten Glungezer Hütte in Tirol können sich neuerdings über den höchsten LTE-Internetanschluss Österreichs freuen. Bislang war die auf über 2.600 Metern gelegene Alpenvereinshütte ebenso wie die Forschungsstation vom Breitbandnetz abgeschnitten. Mit Hilfe der neuesten Mobilfunktechnologie und ein wenig Tüftelei erfolgt die Übertragung von Messdaten nun in Echtzeit, während Besucher im Netz surfen oder bargeldlos bezahlen können.

7.000 Gäste pro Jahr
Die Glungezer Hütte ist bei Bergwanderern und Wintersportfreunden ebenso beliebt wie bei Wissenschaftlern. Pro Jahr bietet die Hütte rund 7.000 Gästen Schutz. In Zusammenarbeit mit der Uni Innsbruck werden hier zudem auf 2.610 Meter Höhe u.a. Messdaten für einen Textilien-Prüfstand erfasst, um diese zur Entwicklung innovativer Textilien und Materialien für Sport, Freizeit und Gesundheit zu nutzen. Aber auch für das elektronische Kassensystem, eine Web-Cam oder das Wi-Fi für die Gäste benötigte Hüttenwirt Gottfried Wieser eine stabile Internetverbindung.

Fotos von der höchsten LTE-Station

Hüttenwirt Gottfried Wieser und die höchste LTE-Antenne Österreichs.

Beim Router vertraut Wieser auf eine LTE-fähige FritzBox vom Netzwerkspezialisten AVM.

Die Femtocell sorgt selbst auf dieser Höhe für besten Internet-Empfang.

Die Glungezer Hütte liegt 2.600 Meter über dem Meeresspiegel und bietet einen beeindruckenden Ausblick.

Da eine herkömmliche Anbindung an das Internet über DSL oder Glasfaser nicht infrage kam, wurde eine Außenantenne am Dach der Hütte installiert, die den neuesten Mobilfunkstandard LTE empfangen kann. Das LTE-Netzwerk in Österreich ist mittlerweile so weit fortgeschritten, dass selbst hohe Bandbreiten an entfernten Orten erzielt werden können.

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Im Fall der Glungezer Hütte wird das Signal über das A1-Netz übermittelt und schließlich mit Hilfe eines LTE-FritzBox-Routers für einen kabellosen Zugriff auf das Internet genutzt. Die aus dem Tal empfangenen LTE-Signale sind trotz der zu überbrückenden Distanz von knapp 9 Kilometern sogar so stark, dass sich Hüttenbesucher neben Internet-Empfang auch über eine stabile Mobilfunkverbindung freuen können. Möglich macht dies eine so genannte Femto-Cell, die ebenfalls vor Ort installiert wurde.

Vorteile
Aufgrund der hohen Bandbreite bietet sich LTE nicht nur für mobile Geräte wie Smartphones an, sondern auch für den stationären Einsatz an Orten, die nicht ohne Weiteres an das Kabelnetz angeschlossen werden können. Weitere Berghütten und Forschungsstationen, aber auch gewöhnliche Häuser in entlegeneren Ecken Österreichs dürften dem Beispiel schon bald folgen.

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