Schlupfloch für Waffen aus 3D-Druckern

Trotz Verbot

Schlupfloch für Waffen aus 3D-Druckern

US-Kongress hat sein Verbot für Schusswaffen aus Plastik erneuert.

Der US-Kongress hat ein Verbot von Schusswaffen aus Plastik erneuert, die heimlich durch Metalldetektoren an Flughäfen oder Regierungsgebäuden geschleust werden können. Nach dem Repräsentantenhaus verabschiedete Medienberichten zufolge am Montag (Ortszeit) auch der Senat einstimmig eine Verlängerung des Gesetzes um zehn Jahre. Das Verbot wäre in der Nacht zum Dienstag ausgelaufen. Das Weiße Haus kündigte an, dass Präsident Barack Obama das Gesetz mit seiner Unterschrift in Kraft setzen werde.

3D-Drucker
Ein Schlupfloch für Waffen aus 3D-Druckern bleibt allerdings bestehen. Mit dieser neuen Technologie können Computerbesitzer bei sich zu Hause Kunststoffteile ausdrucken und anschließend zu einer Schusswaffe zusammensetzen. Die Datei mit den Formen und Maßen des Schießeisens wird oft aus dem Internet heruntergeladen. Solange diese Plastikwaffen einen entfernbaren Metallstift enthalten, sind sie legal. Die Waffenlobby NRA und republikanische Kongressabgeordnete hatten sich gegen ein Verbot von Waffen aus 3D-Druckern gesperrt.

300 Millionen Schusswaffen
In den Vereinigten Staaten befinden sich etwa 300 Millionen Schusswaffen in privaten Händen. Das in der Verfassung verankerte Recht auf Waffenbesitz ist ein hoch umstrittenes Thema. Jedes Jahr sterben in den USA mehr als 30.000 Menschen durch eine Schusswaffe. Die Debatte wurde vor einem Jahr angeheizt durch den Amoklauf mit 20 toten Kindern an der Sandy-Hook-Grundschule in Newtown, eine Verschärfung der Waffengesetze scheiterte aber im Frühjahr im Kongress.

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