So spionierte TikTok seine Nutzer aus

Mega-Skandal aufgedeckt

So spionierte TikTok seine Nutzer aus

Video-App nutzte eineinhalb Jahre unerlaubt Lücke in Googles Betriebssystem Android.

Zahlreiche  Spionagevorwürfe gegen TikTok  haben mittlerweile dazu geführt, dass US-Präsident Donald Trump die beliebte Video-App in den USA per  Dekret verbieten  lassen will. Nur falls ein US-Unternehmen das TikTok-Geschäft außerhalb Chinas übernimmt, darf die App in den USA auch weiterhin genutzt werden.  Twitter  und  Microsoft  haben bereits Interesse bekundet. Nun zeigt ein aktueller Bericht, dass die Bedenken gegen die App nicht an den Haaren herbeigezogen sind.

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Zugriff auf Geräte-IDs

Laut dem Wall Street Journal (WSJ), hat TikTok eineinhalb Jahre lang unerlaubt und unbemerkt auf die Smartphone-IDs seiner Nutzer zugegriffen. Konkret wurden demnach die sogenannten MAC-Adressen gesammelt. Diese wurden dann illegal zu Trackingzwecken verwendet. Google und Apple untersagen App-Anbietern das Sammeln dieser Geräte-IDs seit dem Jahr 2015. Wer sich nicht daran hält, wird normalerweise für iOS und Android gesperrt. TikTok hätte also aus den Appstores fliegen müssen.

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Zugriff trotz Verbotes

TikTok nutzte aber offenbar eine Sicherheitslücke von Android, weshalb Google von der illegalen Datensammlung nichts mitbekam. Besonders prekär: Die chinesische Video-App hat laut dem WSJ bis November 2019 auf die Geräte-IDs zugegriffen. Erst dann sei die Praxis, die über 18 Monate angewendet wurde, eingestellt worden. Das Sammeln von MAC-Adressen mobiler Geräte ist deshalb untersagt, weil diese direkt mit den Smartphone-Besitzern in Zusammenhang stehen. Die Daten sind also nicht anonymisiert, was ein massiver Anschlag auf die Privatsphäre ist.

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Trump dürfte sich bestätigt fühlen

Mit der Aufdeckung des Mega-Skandals stärkt das WSJ dem US-Präsidenten den Rücken. TikTok hatte zuletzt ja  angekündigt , gegen das Verbot der App in den USA rechtlich vorgehen zu wollen.

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