Was versteht man unter "Cyberwar"?

Online-Attacke

Was versteht man unter "Cyberwar"?

Militärische und zivile Infrastruktur eines Landes soll geschädigt werden.

Mit "Cyberwar" oder "Cyberkrieg" bezeichnen Experten den Angriff auf einen Staat oder die Wirtschaft eines Landes mit elektronischen Mitteln. Im Unterschied zur Cyber-Spionage versuchen staatliche Angreifer dabei, die militärische und zivile Infrastruktur eines Ziellandes informationstechnisch zu schädigen. Die Sabotage kann sich gegen elektronische Netzwerke und reale Einrichtungen richten. Das können Waffenfabriken und Chemieanlagen sein, aber auch Kraftwerke, Stromnetze oder Krankenhäuser. Angriffe auf Börsen und Banken könnten etwa das Finanzsystem eines Landes lähmen oder mattsetzen.

Stuxnet
Der bislang größte bekannte Vorfall im "Cyberwar" ist wohl der Angriff mit der Schadsoftware "Stuxnet" im Jahr 2010 auf Atomanlagen im Iran. Rund 30.000 Rechner waren von dem Schädling infiziert worden. Der raffiniert programmierte Virus griff nur bestimmte Industrieanlagen mit Komponenten der deutschen Firma Siemens an. "Stuxnet" gilt als erster bekannt gewordener Einsatz eines Computervirus von staatlicher Seite und wird den USA zugeschrieben.

Meisterstück der Angreifer
Aber auch die USA selbst sind Ziel von Attacken aus dem Netz. Vermutet werden immer häufiger staatliche Dienste aus China. Medienunternehmen wie die "New York Times", die "Washington Post" und das "Wall Street Journal" berichteten etwa von Angriffen, die zum Teil erst nach Jahren auffielen. Als Meisterstück der Angreifer, die vermutlich einen Auftrag aus Chinas erfüllten, gilt aber der Einbruch beim Sicherheits-Spezialisten RSA im Jahr 2011 - womöglich konnten sie sich dadurch Zugang zu den Systemen von US-Rüstungsfirmen verschaffen.

Aktive Kriegsführung
Sicherheitsexperten gehen davon aus, dass Staaten nicht nur versuchen, sich gegen Angriffe von "Cyberkriegern" zu wappnen, sondern eigene Kräfte zur aktiven Kriegsführung aufzubauen. Das Kalkül: Mit bereits recht kleinen Teams von Experten können Schwachstellen der immer komplexeren Informationssysteme weltweit ausgenutzt werden - und einen Gegner empfindlich treffen.

5 Grundregeln für ein sicheres Passwort 1/5
1. Regel
Niemals den Nutzernamen, den tatsächlichen Namen, das Geburtsdatumoder andere Informationen, die mit der eigenen Person oder dem genutzten Konto zusammenhängen, als Passwort verwenden.
 



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