Das lang erwartete Sequel

Metroid Dread auf der neuen Switch getestet

Nintendo veröffentlicht am 8. Oktober Metroid Dread und das OLED-Modell der Switch-Konsole. OE24 hat beides 90 Minuten lang getestet! 

Die Geschichte:

Fast zwei Jahrzehnte haben Fans auf eine Fortsetzung von Metroid Fusion auf dem GameBoy Advance gewartet - nun ist sie hier, und zwar auf der Switch! Samus hat in Fusion die tödlichen "X-Parasiten" zusammen mit dem Planeten SR388 ausgelöscht. Die Galaktische Föderation erhält jedoch eine Videobotschaft unbekanntem Ursprungs, die das Gegenteil zeigen soll. Es werden sieben E.M.M.I.-Roboter zum Planeten ZDR - der vermeintlichen Quelle der Botschaft - geschickt um der Sache auf den Grund zu gehen. Doch als von diesen keine Rückmeldung mehr kommt, macht sich Samus Aran auf den Weg.


Das Gameplay:


Es handelt sich bei Metroid um eine Rückkehr zum Side-Scroller. So findet man viele Elemente wieder, die man bereits aus der Hauptreihe kennt, sowie etliche Neuerungen, die man sich bei einem Ableger für die Switch erwarten würde. So kann man zum Beispiel nun frei zielen, auf dem Boden rutschen und Konterattacken ausführen, um sich seiner Gegner zu entledigen. Fans werden hier viele wiedererkennen, es gibt aber auch zahlreich neue Feinde. Die sind auch gut durchdacht: jede Art von Gegner erfordert eine etwas andere Strategie, um schnell besiegt zu werden.

Um in der Spielewelt voranzukommen, müssen immer wieder Rätsel gelöst werden, bei denen auch ein gutes Verständnis der Map und der vom Spiel zur Verfügung gestellten Möglichkeiten erforderlich sind. Die Endbosse sind durchaus herausfordernd, aber nicht unfair und haben sowohl hörbare, als auch sichtbare "Warnungen" die einem das Reagieren ermöglichen. Für eine präzise Steuerung sollte man auf jeden Fall an einen Controller denken, da die Joy-Cons manchmal etwas schwierig in der Bedienung sind.


Die Grafik:


Auch wenn es sich um einen Side-Scroller handelt, ist die Grafik nicht zu unterschätzen und beeindruckt vor allem in Videosequenzen und wenn man einfach mal kurz stehen bleibt, um den Hintergrund zu bewundern. Der Vordergrund kann sich aber auch sehen lassen und beweist, dass Metroid im 21. Jahrhundert angekommen ist, aber nicht auf seine Wurzeln vergessen hat. Das Feeling von Metroid Fusion ist erhalten geblieben.


Der Sound:


Der Soundtrack des Spiels kann sich hören lassen und die ambienten Geräusche sind so wie man es sich vorstellt. Jeder Gegner hat hörbare Attacken und diese dienen auch im Gameplay als Warnung vor Gefahr. Schade ist jedoch, dass nicht alle Story-Elemente synchronisiert wurden. Während man bei manchen Sequenzen durchaus gesprochen wird, wird vieles mit "Lese-Sequenzen" gelöst.

Fazit:

Metroid sieht toll aus, und ist ein würdiges Sequel der Reihe. Der Test hat auf jeden Fall sowohl Gameplay- als auch Grafiktechnisch überzeugt. Der Sound ist auch gut, aber es hätte noch mehr Synchronisation dabei sein können. Für Fans der Reihe, und jene die es noch werden wollen ein absoluter Pflichtkauf!
 

  

Nun zur neuen Switch:


Die neue Switch-Konsole sieht sehr edel aus und Nintendo hat in vielen Dingen auf die Fans gehört. Die Größe der Konsole ist gleich geblieben, jedoch ist der neue OLED-Bildschirm gleich etwas größer: 7 Zoll statt bisher 6.2 Zoll. Obwohl die Auflösung mit 720p gleich geblieben ist, wirkt das Bild auf dem OLED-Bildschirm viel schärfer, satter und heller. Der größere Bildschirm nutzt nun auch endlich fast die komplette Fläche des Handhelds aus. Die Lautsprecher haben auch ein hörbares Upgrade erhalten und sind nun in Richtung des Spielers gerichtet.

Die Power hat leider kein Upgrade bekommen, denn der verbaute Chip ist gleich geblieben. Die Akku-Leistung konnte nicht wirklich getestet werden, soll aber vergleichbar mit dem Switch-Modell von 2019 sein. 

Die Joy-Cons haben sich nicht verändert und werden entweder in der neuen Farbe Weiß, oder wie man es kennt mit Rot/Blau bei der Konsole enthalten sein.

 

© oe24
Metroid Dread auf der neuen Switch getestet
× Metroid Dread auf der neuen Switch getestet

 

Fans der Switch wird vor allem der Ethernet-Port und der neue Standfuß freuen. Der Ethernet-Port wird einen USB-Platz im Dock ersetzen, was ja bisher meist eh der Fall war, aber nun nicht mehr durch einen Extra-Adapter gelöst werden muss. Die alten Switch-Modelle sollen auch mit dem neuen Dock kompatibel sein. Der neue Standfuß geht nun über die gesamte Länge der Konsole, ist Stufenlos verstellbar und richtig stabil. Die Switch kann nun ohne Probleme auf vielen Oberflächen hingestellt werden.

 

© oe24
Metroid Dread auf der neuen Switch getestet
× Metroid Dread auf der neuen Switch getestet

 

Zu guter Letzt hat auch der Speicher ein Upgrade bekommen: Statt 32 hat man nun 64GB.

Fazit:

Die neue OLED-Switch kann sich sehen lassen und bessert bei vielen Kritikpunkten nach. Falls man schon Besitzer des vorigen Switch-Modells (2019) ist, muss man jedoch für sich entscheiden, ob das Hauptargument, der größere OLED-Bildschirm, das Geld wert ist, denn die Akkulaufzeit, Auflösung und Prozessorleistung haben sich nicht geändert.


Für jene, die sich eine Switch-Konsole zulegen möchten, können wir das OLED-Modell jedoch wärmstens empfehlen, denn es ist die momentan beste Switch am Markt. Auch Besitzer vom ersten Switch-Modell werden hier mit einer deutlich höheren Akkulaufzeit belohnt.

 

Metroid Dread und das OLED-Modell sind ab dem 8. Oktober erhältlich.