Song Contest: Pannenshow in Düsseldorf

TV-Übertragung

Song Contest: Pannenshow in Düsseldorf

Kritik: Semifinale 1 wurde zu verpatzter Generalprobe für Song Contest.

"Das darf nicht passieren", urteilte Bild streng und Spiegel online beantwortete die Frage "Kriegt das deutsche Fernsehen eine Show hin, mit der man sich in Europa nicht blamiert?" mit einem klaren "Jein". Monatelang hatte sich Deutschland auf den Song Contest vorbereitet – und dann das. Gleich im ersten Semifinale blieb der Ton weg (siehe unten). "Wir senden nicht aus Kasachstan, sondern aus Düsseldorf", entschuldigte sich Pro7-Kommentator Peter Urbach.

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Nicht die erste Panne

Am Mittwoch folgte eine Entschuldigung des NDR. Unterhaltungschef Thomas Schreiber solle, berichten Insider, "vor Wut kochen". Der Tonausfall war nicht die erste Panne. Nach dem Empfang für die 43 Song Contest-Delegationen setzte es Anzeigen wegen Körperverletzung durch das Scheinwerferlicht. Es war zu grell – die Augen einiger Mitglieder mussten ärztlich behandelt werden.
 

TV-Kritik: Kitsch, Kommerz und plötzlich Stille

Zwei fast idente Barbie-Püppchen (Kroatien, Ungarn), Macho-Rap (Griechenland), eine skurrile Protest-Combo (Portugal) und nichtssagende Popliedchen, die man Minuten nach dem letzten Ton wieder vergessen hatte: Zwischen Kitsch, Kommerz und Katzenjammer pendelte das erste Song Contest-Semifinale in Düsseldorf.

Während der opulenten Bühne samt Riesenscreens, die die Sänger mal vor Kirchenfenster, dann in psychedelische Muster tauchten, 12 Punkte gebührten, konnte man das von Ton und Teilnehmern nicht immer behaupten. Vor allem ersterer setzte mitten in der Show ganz aus. Andi Knoll musste durchs Telefon weiterkommentieren. Angesichts der schrägen Gesänge hätte man sich freilich fast gewünscht, der Ausfall hätte die Mikros auf der Bühne betroffen.

Souverän-sympathisch hingegen Anke Engelke, die ihre Co-Moderatoren Judith Rakers und (vor allem) Stefan Raab mit Witz, Charme und in fließendem Englisch und Französisch an die Wand spielte. Raab blieb – auch wegen mangelhafter Sprachkenntnisse – nur das Pflichtprogramm ("Thank you, Oslo").

Fazit nach zwei Stunden: Eine optisch überzeugende, tontechnisch aber ausbaufähige Show, wenn auch ohne echte Highlights. Und die Erkenntnis: Zumindest stimmlich sticht Nadine Beiler in Düsseldorf so schnell keiner aus.

Bewertung:

© TZ ÖSTERREICH

 

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    TV-Quoten: Passabler Start für Song Contest

    Dienstagabend kämpften in Düsseldorf die ersten 19 Länder ums Song Contest-Finale. Und fuhren im ORF auch ohne rot-weiß-rote Beteiligung (Nadine startet erst heute) passable Zuschauerwerte ein. Bis zu 435.000 sahen den Gesangs-Showdown live. Ein leichtes Plus gegenüber 2007, als Österreich zum letzten Mal teilnahm (Eric Papilaya). In Deutschland verbuchte die Sendung eher bescheidene 2,05 Mio. Seher. Fortsetzung im Kampf um Quoten und Finaltickets heute Abend.