Russland ESC

Buh-Rufe für Russland

Wird der ESC jetzt zur Politbühne?

Die russischen Zwillinge bekamen den politischen Unmut über die Ukraine zu spüren.

Der Eurovision Sogcontest ist eigentlich ein Event, bei dem Künstler aus allen möglichen Staaten zusammenkommen, um die Musik und sich selbst zu feiern. Politische Probleme wurden hier meistens außer Acht gelassen. Doch obwohl die Jury sehr angetan war von dem Song "Shine", den die Tolmachevy Schwestern für Russland in der B&W Hallerne in Kopenhagen sangen, hielten sich einige Zuschauer nicht zurück, ihren Unmut über die russische Vorgehensweise in der Ukraine mit lauten Buh-Rufen kund zu tun.

Politische Anfeindungen beim ESC
Ob ein Land das andere leiden kann, merkte man beim Eurovision Song Contest bisher noch am ehesten bei einer demonstrativen Punkte- oder eben auch Nicht-Punkte-Vergabe. Zu direkten internationalen Anfeindungen ist es bisher höchst selten gekommen. 
Doch  gerade in Anbetracht der derzeitigen angespannten Lage in der Ukraine könnte es möglicherweise zu weiteren politischen Spitzen in Kopenhagen kommen. Russland und die Ukraine - mit Marija Jaremtschuk - stehen beide im Finale und auch die internationalen Zuschauer haben bewiesen, dass sie sich nicht so schnell ein Blatt vor den Mund nehmen wollen. Inwieweit kann ein solch paneuropäischer Wettbewerb überhaupt neutral von statten gehen, wenn die Ukraine an der Schwelle zu einem Bürgerkrieg steht und die Nachrichten aus Russland nicht unbedingt beschwichtigender Natur sind?

Bleibt zu hoffen, dass der ESC mit seiner stets verbindenden Wirkung vielleicht doch ein wenig dazu beiträgt, alle Teilnehmer und Zuseher an das vor 32 Jahren besungenen Ideal von "Ein bißchen Frieden" zu erinnern. Denn leider ist es auch heute noch aktuell wie eh und je.

Diashow: Song Contest: Die Bilder vom 1. Halbfinale

Song Contest: Die Bilder vom 1. Halbfinale

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