'Cranberries': Dolores' tragisches Leben

Plötzlicher Tod

'Cranberries': Dolores' tragisches Leben

Es heißt oft, dass große Künstler Schlimmes durchgemacht haben ... Im Fall der "Cranberries"-Sängerin Dolores O'Riordan soll das mehr als zutreffend sein. Am 15.1. ist sie "plötzlich" in London gestorben, erklärte ihre Sprecherin Lindsey Holmes. Ihre Angehörigen seien "am Boden zerstört". Als erfolgreichstes Lied der Cranberries stürmte "Zombie" in den 1990er-Jahren die Charts.

 

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Unerwartet

Die Sängerin und Songwriterin O'Riordan hielt sich nach Angaben ihrer Sprecherin für eine kurze Aufnahme in London auf, als sie unerwartet starb. The Cranberries, gegründet im Jahr 1989 in Limerick, erlangten in den 90er-Jahren Ruhm mit ihrem Debütalbum "Everyone Else is Doing it, So Why Can't We?" und Hits wie "Linger" und "Just My Imagination".

Missbrauch

Wie jetzt bekannt wurde, litt O'Riordan zeitlebens unter dem sexuellen Missbrauch, den sie als Kind erlebte. 2013 sprach sie öffentlich darüber: "Ich war nur ein Kind." Die Erlebnisse führten zu Depressionen, Anorexie und Zusammenbrüchen; sie versuchte, sich einmal das Leben zu nehmen, wie radaronline berichtet: "Ich denke, dass ich wegen der Kinder hier bleiben muss." Über Schlaftabletten sagte sie einmal: "Ich kann keine Schlaftabletten um mich haben, weil wenn ich ein paar Drinks habe, dann nehme ich sie. (...) Dann nimmst du doch eine. Dann wachst du schließlich nicht mehr auf. Das kann passieren. Ich bin nun sehr vorsichtig." Dolores überlegte sich sogar, eine Elektroschock-Therapie zu machen. Die umstrittene Behandlung ist nicht ohne Risiken: "Manchmal löscht diese Therapie zu viel der Erinnerung ... löscht die Fähigkeit, zu schreiben." 
 

Letzte Nachricht

Das letzte Mal äußerte sich O'Riordan kurz vor Weihnachten öffentlich auf der Facebook-Seite der Band: "Hallo allerseits, Dolores hier. Ich fühle mich gut! Ich habe am Wochenende die ersten Auftritte seit Monaten gehabt", hieß es dort. Sie habe es "wirklich genossen", erklärte die Sängerin und wünschte allen Fans ein frohes Weihnachtsfest. Die Sängerin hinterlässt Sohn Taylor (20), die Töchter Molly (16), Dakota (12) und Stiefsohn Donny.
 

Hilfe bei Depressionen & Co.

Sollten Sie von Depressionen oder Selbstmordgedanken betroffen sein oder jemanden kennen, der Hilfe sucht, finden Sie diese unter anderem auf www.telefonseelsorge.at oder unter der Telefonnummer 142.

 
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