Schweigegeld gezahlt?

Belästigungsvorwürfe gegen Elon Musk

Artikel teilen

Musks Firma SpaceX soll einer Frau 250 000 Dollar Schweigegeld bezahlt haben.

Eine ehemalige Flugbegleiterin der Firmenflotte von SpaceX erhob 2018 Vorwürfe gegen Elon Musk. Laut „Insider“ hat ihr das Unternehmen nahegelegt, auf eigene Kosten und in ihrer Freizeit eine Ausbildung zur Masseurin zu machen – um den Firmenchef auf Flügen zu massieren.

Während eines Fluges im Jahr 2016 soll es dann im Jet von Musk zum brisanten Vorfall gekommen sein: Der Tech-Milliardär habe die Frau für eine Ganzkörpermassage in seine Privatkabine gerufen. Musk soll nur mit einem Laken bedeckt gewesen sein und während der Massage seinen Penis entblößt haben. Außerdem soll er die Flugbegleiterin am Bein berührt haben und ihr angeboten haben, ihr ein Pferd zu kaufen, wenn sie "mehr tun" würde. Nachdem die Frau abgelehnt hatte, habe sie weniger Arbeit bekommen. 

Vorfall sollte geheim gehalten werden

Die Flugbegleiterin beauftragte einen Anwalt, der eine Beschwerde an das Personalbüro schickte. Im November 2018 habe SpaceX der Frau 250 000 Dollar gezahlt, damit sie auf eine Klage gegen Musk verzichtet. Der Fall sollte geheim gehalten werden – nun kam er jedoch trotzdem ans Licht.

Eine mit der Flugbegleiterin befreundete Person ging mit Dokumenten, E-Mails und Gesprächsaufzeichnungen an die Öffentlichkeit. Die betroffene Frau habe damals der Person über den Vorfall berichtet. Sie sei ebenfalls zu dem Vorfall befragt worden – müsse aber laut der Vereinbarung nicht schweigen. „Ich habe mich verpflichtet gefühlt, mich zu melden, besonders jetzt. Er ist der reichste Mann der Welt. Jemand, der so viel Macht hat und so viel Schaden anrichtet und dann auch noch mit Geld um sich wirft, ist nicht zurechnungsfähig", so die Bekannte der Flugbegleiterin.

Dein oe24 E-Paper
Jetzt NEU auf oe24.at: Mit einem Click zum kompletten E-Paper ▲
OE24 Logo