The Crown: Diese Szene hätte nie verfilmt werden dürfen

Nächster Skandal um Netflix-Hit

The Crown: Diese Szene hätte nie verfilmt werden dürfen

Schon wieder Wirbel um den Streaming-Hit rund um die britische Königsfamilie.

Seit dem Erscheinen der vierten Staffel des Netflix-Hits "The Crown", der sich um das Leben und die Skandale der britischen Königsfamilie dreht, gibt es beinahe täglich neue Schlagzeilen um die Serie.

Nachdem schon viel über die Bulimie-Szenen von Prinzessin Diana (gespielt von Emma Corrin) und die Darstellung von Premierministerin Margaret Thatcher durch Gillian Anderson diskutiert wurde, gibt es jetzt Unmut über eine weitere Nebengeschichte in der Serie, die in dieser Form eigentlich gar nicht verfilmt werden sollte.

ACHTUNG SPOILER!

 

Alles dreht sich um die neunte Folge mit dem Titel "Avalanche" (zu Deutsch: Lawine). Darin geht es um ein Lawinen-Unglück  bei dem ein Freund von Prinz Charles starb. Im März 1988 war der Prinz of Wales, damals 39 Jahre alt, gemeinsam mit einem Freund in der Schweiz Skifahren. Während einer Tour abseits der Piste löste sich eine Lawine und begrub Charles' Kumpel unter sich. Major Hugh Lindsay starb unter den Schneemassen mit nur 34 Jahren. Der Royal blieb unverletzt.

Lindsay war ein ehemaliger Berufssoldat und Stallmeister von Queen Elizabeth II. Seine Frau Sarah Horsely arbeitete damals im Pressebüro des Palasts. Zum Zeitpunkt des Unglücks war sie gerade mit dem ersten gemeinsamen Kind schwanger. Und Sarah war es jetzt auch, die verhindern wollte, dass dieser schwere Schicksalsschlag vor einem Millionenpublikum breitgetreten wird. Wie sie dem "Sunday Telegraph" erklärt, habe sie die "The Crown"-Produzenten im Vorfeld darum gebeten, diesen Part in der Serie außen vor zu lassen. Es folgte auch ein Antwortschreiben. Darin zeigten sich die Verantwortlichen zwar verständnisvoll, machten aber auch deutlich, dass sie ihren Plan trotz ihrer Bitte weiterhin in die Tat umsetzen werden. Zudem baten sie um ihr Vertrauen, "Dass sie schwierige Themen mit Integrität und großer Sensibilität" behandeln würden.

"Ich war entsetzt, als mir gesagt wurde, dass die Episode tatsächlich realisiert werden würde, und war sehr besorgt über die Auswirkungen auf meine Tochter", so Horsely. "Ich nehme an, die Mitglieder der königlichen Familie müssen darüber schmunzeln und es ertragen, aber für mich ist es eine sehr private Tragödie", zeigt sich die Witwe entsetzt.